20 30 40 - Liebe hin, Liebe her (Hong Kong / Taiwan / Japan 2004) - Kritik von hasendeddy
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Kritik von hasendeddy.
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Hintergrund
"20 30 40 – Liebe hin, Liebe her“ ist ein Film, der als chinesischer Beitrag auf der Belinale gelaufen ist. Der Film von und mit Sylvia Chang war in seiner asiatischen Heimat ein wahrer Publikumsmagnet – Grund genug für mich einmal einen genaueren Blick auf diesen als „Romantikkomödie“ bezeichneten Film zu werfen.
Handlung
Es geht um drei Frauen in drei unterschiedlichen Altergruppen.
1. Geschichte:
Xiao Jie (Angelica Lee) ist 20 Jahre alt und möchte in Taiwan als Sängerin groß herauskommen. Deshalb verlässt sie ihre Heimat in Malaysia und zieht nach Taiwan, wo sie auch gleich von einem Produzenten freundlich aufgenommen wird. Er plant ein Pop-Duo groß heraus zu bringen, das aus Xiao Jie und einer weiteren jungen Nachwuchskünstlerin (Kate Yeung) besteht. Die beiden Mädchen ziehen zusammen in eine Wohnung und befinden sich wohl noch in der „sexuellen Experimentierphase“…
2. Geschichte:
Xiang Xiang (Rene Liu) ist schon 30 Jahre alt und arbeitet bei einer Fluglinie als Stewardess. Sie hat viele Liebhaber, kann sich aber unter ihnen nicht entscheiden. Sie sucht den „richtigen“ Mann fürs Leben und trifft anscheinend immer nur die Verkehrten…bis sie umzieht und ihr Klavier verkauft…
3. Geschichte:
Lily Zhao (Sylvia Chang) ist 40 Jahre alt und eine verheiratete Floristin. Als sie eines Tages herausfindet, dass ihr Mann ein Verhältnis zu einer Jüngeren Frau hat, lässt sie sich sofort scheiden. Optimistisch geht sie auf die Suche nach einem neuen Partner und stellt fest, dass es doch nicht ganz so einfach ist eine passende neue Beziehung zu finden wenn man 40 Jahre alt ist…
Die Geschichten beginnen auf dem Flughafen von Taipei...
Kritik
Es fiel mir am Anfang etwas schwer der Handlung zu folgen, da der Zuschauer ohne Vorwarnung mit 3 verschiedenen Geschichten „konfrontiert“ wird, die sich abwechseln. Die drei Handlungsstränge beginnen alle am Flughafen in Taipeh und teilen sich dort, um sich später im Verlauf des Films immer wieder zu begegnen. Also – am Anfang genau aufpassen, sonst kommt man mit den verschiedenen Frauen und deren Freunden schnell mal durcheinander!
Wenn diese erste Hürde erst einmal genommen wurde, wird der Zuschauer ausführlich mit den Beweggründen und den Problemen der unterschiedlichen Frauen konfrontiert.
Jede Frau hat ihre altersspezifischen Problemchen mit ihrer Beziehung – das ist die Grundaussage des Films und wird auch sehr gut mit viel Augenzwinkern vermittelt!
Wer allerdings eine Komödie a’ la „Notting Hill“ erwartet hat wird sicherlich gründlich enttäuscht – in diesem Film wird das Thema „Mann – Frau“ viel subtiler, gründlicher und ernster angegangen.
Die Schauspielerinnen und Schauspieler machen dabei eine sehr gute und glaubwürdige Figur und auch an der Synchronisation konnte ich nichts bemängeln. Ich würde mir jedenfalls bei anderen Asia-Produktionen ähnlich gute Sprecher wünschen.
Die Kameraführung und der Score sind unauffällig und fügen sich gut in die Geschichte ein, ohne irgendwelche störenden Experimente zu versuchen. Allgemein wird bei diesem Film die in Asia-Filmen übliche Bildersprache auf ein Minimum zurückgefahren, sodass den Schauspielern die alleinige Verantwortung für das übermitteln der Geschichte zufällt. Ein in seiner ganzen Machart sehr westlich anmutendes Werk.
Was ich noch als besonders Gut empfunden habe, sind die sich immer wieder begegnenden Handlungsstränge. So gelingt es der Regisseurin einen Film zu schaffen, der wie „aus einem Guss“ wirkt.
Das Ergebnis all dieser Zutaten ist ein gut gemachter, ruhiger Film, der nichts Besonderes ist aber durchaus eines Blickes würdig sein sollte – natürlich nur, wenn man dieser Art von Film aufgeschlossen gegenüber steht.
Meine DVD
Ich besitze die Verleihfassung, auf der nur ein „Making Of“ enthalten ist. Bild und Ton sind gut gelungen, besitzen aber keinen Referenzcharakter. Dazu fehlt es ein wenig an Schärfe und der Ton ist in Deutsch und Mandarin leicht frontlastig.
Bei dieser DVD-Veröffentlichung handelt es sich übrigens um die Videopremiere des Films – und das hier in Deutschland – irgendwie komisch…
Fazit
Kein Meisterwerk, aber ein guter, manchmal lustiger Film über das schon so oft strapazierte Thema „Mann – Frau“ und die daraus resultierenden Probleme aus den Blickwinkeln der drei Frauen. Neu ist hier nur der Faktor des unterschiedlichen Alters.
Ich habe mich jedenfalls gut unterhalten und nie gelangweilt (…kann es sein, dass ich jetzt die Frauen ein wenig besser verstehe? – nein eher nicht!). Was diesen Film allerdings so besonders macht um diesen auf der Berlinale zu zeigen, bleibt mir wahrscheinlich für immer ein Rätsel..
Weblinks
- Diese Seite wurde zuletzt am 8. September 2006 um 11:28 Uhr geändert.
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