30 Days of Night (USA 2007) - Kritik von Liam

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30 Days of Night

Kritik von Liam.

Story

Barrow, Alaska. Eine verschlafene Kleinstadt mitten in einer herrlichen, weißen Winterlandschaft. Die Menschen leben ihr Leben und bereiten sich auf die einmonatige Polarnacht vor. In solch einer Umgebung könnte man depressiv werden, doch Depressionen sind noch die kleinsten Probleme der Kleinstädter. Am ersten Tag der Finsternis wird Barrow von einer Horde Vampire angegriffen, die Bewohner werden gejagt, die Stadt wird beinah ausgelöscht ....

Hintergrund

Die Idee, einen Vampirfilm im Setting einer 30-tägigen Polarnacht zu drehen, ist genial. Hier können sich die Vampire frei bewegen und Jagd auf die Menschen machen, wie es ihnen beliebt. Und mit Jagd meine ich Jagd. 30 Days of Night ist kein Gruselfilm, der den klassischen Vampir zeigt, der Leuten in die Kehlen beißt. Hier sind die Vampire knallharte, intelligente, taktisch organisierte Killer. Haben sie die Beute erstmal gewittert, gibt es kein Entrinnen. Auf bestialische Weise reißen Sie die Menschen wie Raubtiere, saugen sie aus und verunstalten die Leichen. Mit Blut wird dabei nicht gespart. Dieser Film hat wenig Grusel- und Schockmomente zu bieten, dafür eine durchgehende Spannung und relativ harte Splatterszenen.

Atmosphäre

Die Atmosphäre ist bedrückend. Nachdem der Ort beinah ausgelöscht wurde, bleiben nur eine Handvoll Leute übrig. Diese können dem übermächtigen Gegner nichts entgegensetzten, und so verstecken sie sich, in der Hoffnung, die 30 Tage der Nacht zu überleben. Und genau daraus resultiert auch die ständige Spannung. Finden die wilden Vampire unsere Helden? Wenn man dann die Überlebenden im Dachboden eines Hauses hocken sieht und von draußen die markerschütternden Schreie der Vampire, die verzweifelten Rufe andere Überlebender, die gnadenlos gejagt werden und sporadische Gewehrschüsse hört, ist das sehr beklemmend und trägt enorm zur Grundstimmung von 30 Days of Night bei.

Gewaltgrad

Der Gewaltgrad ist hoch. Die Vampire sind nicht zimperlich, sie reißen ihren Opfern beinah den ganzen Hals entzwei, um an die Hauptschlagader zu kommen. Die klassische Zwei-Zahn-Wunde am Hals gibts hier nicht. Eher abgetrennte Gliedmaßen und Köpfe, und literweise Blut. Besonders im Kontrast mit der reinen Schneelandschaft sieht die Masse an Blut rein vom optischen her grandios aus. Hier sticht vor allem die Kamerafahrt über die Stadt nach dem Angriff der Vampire hervor. Überall liegen Blutlachen im Schnee, vereinzelt laufen noch Menschen ziellos umher, man hört Schüsse. Tolle gefilmt und mit einem grandiosen Soundtrack hinterlegt. Überhaupt sieht 30 Days of Night grandios aus. Die Stadt wurde real in Neuseeland aufgebaut, der Schnee und der düstere Look tun ihr übriges. Die Vampire sehen auch toll aus, nicht wie der klassische Dracula, vielmehr vie wilde Tiere mit wilden Reißzähnen statt den zwei ausgeprägten Schneidezähnen. Angsteinflößend. Die Schauspieler sind gut und erfüllen Ihren Zweck für so einen Film perfekt. Sowohl die Überlebenden rund um Hauptdarsteller Josh Hartnet als auch die Darsteller der Vampire rund um Danny Huston. Mehr gibts dazu nicht zu sagen, bei 30 Days of Night sind Optik und Spannung die Stars.

Fazit

Ich hab den Film genossen. Nicht nur, weil ich auf Schnee-Settings generell stehen, sondern, weil der Film mich vollends überzeugt hat. Der Spannungsbogen ist super, die Atmosphäre ist dicht. Die Vampire sehen bedrohlich aus, es gibt viel Blut, und Splatter und ein bißchen Grusel. Man bekommt die Hilflosigkeit der Überlebenden und die Panik während eines Angriffs in voller Härte mit. Einzig das Ende war für meinen Geschmack ein bißchen zu dick aufgetragen. Allerdings weiß ich nicht, wie das in der Grafic Novel Vorlage gelöst wurde. Der Film ist sicher einer der besseren Horror-Filme der letzten Jahre und hebt sich angenehm von den langweiligen Sequels und Prequels von Saw, Hostel und wie sie alle heißen ab. Klare Empfehlung von mir!

DVD

Auch die DVD-Veröffentlichung ist eine der besseren. Ein überaus schickes Digepack mit zwei Dvds inkl. deutsch untertitelten Audiokommentar und eine DVD voll Bonusmaterial. Dazu gibts als Booklet eine Kostprobe der Comicvorlage.

  • Diese Seite wurde zuletzt am 25. März 2008 um 14:32 Uhr geändert.
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