44 Minutes - Die Hölle von Nord-Hollywood (USA 2003) - Kritik von GordonGekko

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Kritik zum Film von GordonGekko.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Jetzt müsste ich wohl einen unglaublich intellektuellen Anlaß haben, um den Kauf diese DVD zu rechtfertigen, aber dem war nicht so. Zum einen wollte ich mir ein eigenes Bild nach den ernüchternden Äußerungen im Forum zu diesem Film machen, zum anderen hatte ich mich insgeheim auf einen blutigen Shot-Out in epischer Länge gefreut. Da ich die DVD in meiner Videothek nie erblicken konnte, bleib mir nichts anderes übrig als mir den Film für wenig Geld im Laden zu beschaffen.

Story

Alles fängt ganz normal an. Ein Tag als Bulle in LA. Der Zuschauer begleitet den Alltag einiger Polizisten darunter Angehörige einer Spezialeinheit, wie auch normale Streifenpolizisten. Auf einmal überfallen zwei durchgedrehte Gangster mit zwei chinesischen AK 47-Gewehren eine Bank in Nord-Hollywood. Der Kampf zwischen den hoffnunglos unterlegenen Polizeikräften und den Bankräubern beginnt. Das Spezialkommando kommt nicht durch den Stau und die Gangster scheinen zu jedem Mittel bereit zu sein.

Meinung zum Film

Ich bin mit niedrigen Erwartungen in den Film gegangen und ich wurde zumindest nicht enttäuscht. Der vielfach negativ angesprochene leichte Dokumentar-Flair hat mich zwar weniger gestört, dafür die lange Einleitung viel mehr. Der Film braucht knapp eine halbe Stunde um in Fahrt zu kommen. Auch die Schießereien sind oftmals nicht spektakulär gestaltet worden, da die Gangster nur durch die Gegen ballern und eher per Zufall einen Polizisten treffen. Außerdem bietet der Film keinerlei Spannung. Man weiß im Vorhinein, wie die Geschehnisse ausgehen. Da kann sich der Film noch so bemühen Dramatik und ein Funken Spannung in die Schießerei zu bringen - es hilft nichts.

Charakterdarstellung der Schauspieler

Nun, die Schauspieler sind meist nicht schlecht, liefern aber keineswegs Glanzleistungen ab. Eine Verbindung zum Zuschauer kann zu keinem Zeitpunkt hergestellt werden. Selbst wenn Cops angeschoßen werden, bleibt das Mitgefühl arg auf der Strecke. Die Charaktere bleiben blaß und einige Schauspieler quälen sich beinahe durch den Film. Mario van Peebles ist ein perfektes Beispiel dafür. Die Verzweiflung seiner Rolle bringt er überhaupt nicht rüber und kommt während des Filmes mit zwei Gesichtsausdrücken aus. Da war Herr Peebles in Solo auf jeden Fall besser.

Ausstattung

44 Minutes ist kein billiges B-Movie, was in einer Lagerhalle gedreht wurde, dennoch sieht man, das man es hier nicht mit einem Big-Budget-Streifen zu tun hat. Der Fernsehfilm ist zwar qualitativ besser als vergleichbare Filme aus dem Genre, aber dafür ist auch der Gewaltgrad deutlich niedriger. Nur selten kann man blutige Szenen bestaunen.

Kameraarbeit / Schnitt

Die Kameraarbeit hat keinen weiteren Kommentar verdient, da sie nirgendswo hervorsticht, aber dafür gibt der Schnitt Grund zur Kritik. Die Schnitte fallen sehr rabiat und grob aus. Dies wurde erforderlich, da 44 Minutes ursprünglich für das Fernsehen gedacht war und Werbepausen einzuplanen waren. Trotzdem hätte man derart schlechte Schnitte vermeiden können.

Ton

Der Ton ist ebenfalls nicht gut geraten. Die Synchronisationssprecher sind schlecht und auch der Ton an sich ist nicht besonders. Viele Geräusche sind übertrieben laut abgemischt, andere sind wiederum zu leise geraten. Nicht sehr überzeugend.

Musik

Gab es im Film überhaupt Musik? Ich kann mich an keine Filmmusik erinnern. Auf alle Fälle bleib sie stark im Hintergrund, so dass sie schnell in Vergessenheit gerät.

Fazit

Durchschnittlicher Streifen, der zahlreiche Schwächen aufweist, aber wegen der Authenzität Pluspunkte erntet. Nichtsdestotreotz schafft es 44 Minutes nicht über das Mittelmaß. 6/10.

  • Diese Seite wurde zuletzt am 24. September 2006 um 14:32 Uhr geändert.
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