Agenten sterben einsam (Grossbritanien 1968) - Kritik von Oscar 74

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Originaltitel: Where Eagles Dare

  • Produktionsland: Grossbritanien
  • Produktionsjahr: 1968
  • Laufzeit: 155 Minuten


Inhaltsverzeichnis

Vorabinfos

Hollywoodstar Richard Burton, dessen Karriere Ende der 60er Jahre nicht gerade rosig aussah, wandte sich an den Filmproduzenten Elliott Kastner, damit dieser ihn wieder auf die Erfolgsspur bringen sollte. Kastner beauftragte daraufhin den erfolgreichen Autor Alistair MacLean (Die Kanonen von Navarone) um ein geeignetes Drehbuch zuschreiben. Heraus kam: „Agenten sterben einsam“, was MacLean in nur 6 Wochen zum Erfolgsroman adaptierte. Man wollte unbedingt das Clint Eastwood, der zum damaligen Zeitpunkt nur an Hauptrollen gewöhnt war, neben Burton die zweite Hauptrolle übernehmen sollte. Eastwood lehnte aber vorerst ab. Mit guten Überedenskünsten, nämlich über 800.000 Dollar Gage (...das war damals sehr, sehr viel...), gab Eastwood letztendlich sein O.K.!

Die Dreharbeiten fanden Anfang 1968 in Österreich in den Ortschaften Werfen, Ebensee, Lofer und Aigen statt. Das sogenannte „Schloss Adler“ des Films ist die Festung „Hohenwerfen“, 40km südlich von Salzburg gelegen. „Agenten sterben einsam“ wurde ein sehr grosser finanzieller Erfolg, und bis dahin auch der grösste Erfolg von Clint Eastwood. Die Reaktionen der Kritiker waren äusserst positiv.

Inhalt

Deutschland 1944. Während des 2. Weltkriegs springt ein Sonderkommando des britischen Geheimdienstes und ein Amerikaner (Clint Eastwood), mit Fallschirmen in den winterlichen Alpen ab. Die Einsatzgruppe, angeführt von Major Smith (Richard Burton), soll einen gefangenen General, der über Bayern in einem Flugzeug abgeschossen wurde und von der Wehrmacht in ein schwer befestigtes Schloss verschleppt wurde, befreien. Doch während der Durchführung des waghalsigen Unternehmens, stellt sich schnell heraus, das die Alliierten insgeheim ein viel wichtigeres Ziel verfolgen.

Darsteller

Der Cast ist wirklich gut besetzt, und selbst die Nebendarsteller glänzen neben den gut aufgelegten Hauptdarstellern. Die anfängliche eisige Stimmung zwischen Burton und Eastwood verfliegt schnell und beide ergänzen sich wunderbar.

Infos am Rande

  • TV-Erstaufführung: 14.08.1993 ARD 22.10Uhr
  • Kinostart: 06.03.1969
  • Box-Office USA: 17.500.00 Mio. Dollar
  • Verleih Deutschland: MGM
  • Video/DVD Vertrieb: MGM/UA/Warner Home

KRITIK

Was dem Film unheimlich zugute kommt, ist die Tatsache, das man überwiegend in den österreichischen Alpen gedreht hat. Das verleiht dem Film die Glaubwürdigkeit, die er benötigt. Die Szenerie ist grossartig. Man taucht förmlich ein in die verschneite Welt des Hochalpenlands und verzeiht somit auch den ein oder anderen groben Schnittfehler, wo man das Gefühl hat, es hat urplötzlich eine grandiose Tauphase eingesetzt. Dies ist irgendwie alles egal, wenn man die wunderbaren schneebedeckten, doch auch rauen Setbilder betrachtet. Musikalisch wird das ganze von Ron Goodwins Filmmusik tadellos untermalt. Sicherlich kann man den Film nicht mit heutigen Produktionsstandards vergleichen, schon gar nicht wenn man das aus technischer Sicht betrachtet. Doch das will man glaube ich auch nicht wirklich.

„Agenten sterben einsam“ kann sich locker mit solchen Filmen wie z.B.: Stosstrupp Gold, Das dreckige Dutzend, oder auch "Der Adler ist gelandet", messen. Ein Klassiker halt! Die Erzählkunst ist fliessend und wirklich spannend und die Actionszenen von grossem Schauwert. Grosses Lob hier auch an Clint Eastwood. Der Film sprüht vor Menschen mit Mannesehre und Risikobereitschaft en`masse.... Was allerdings öfters in älteren Filmen zu beobachten ist, sind die leider wenig klischee-freien Figuren. So auch hier! Trotzdem, das Drehbuch von MacLean ist wirklich gut. Die Story ist flüssig und wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf.

Fazit

Der Film ist ein reisserischer, manchmal auch unglaubwürdiger, aber durchaus fesselnder Kriegsfilm, der seine Spannung überwiegend dadurch aufrecht erhält, das man fast die gesamte Laufzeit über nicht weiss, wer auf welcher Seite steht. Klasse!!

Wertung

9/10 Punkte


DVD-Details

- Sprachen: Deutsch, Spanisch (Dolby Surround 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)

- Untertitel: D, GB, E, I, Türkisch, Schwedisch u.v.a.

- Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch und Englisch

- FSK ab 16

- Bild: 16:9 / 2.40:1

Extras

-Original-Dokumentation „On Location: Where Eagles Dare“

-Interaktive Menüs

-Szenenanwahl

-Trailer

Tipp: Besonders die Dokumentation ist ein kleines Juwel. Der Rest, typisch Warner, echt schwach!!

  • Diese Seite wurde zuletzt am 9. März 2008 um 20:43 Uhr geändert.
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