Alien (USA/Großbritannien 1979) - Kritik von fincher
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Film-Details
Titel: Alien
Originaltitel: Alien
Land/Jahr: USA, Großbritannien/1979
Lauflänge: Kinofassung 112 Minuten, Director´s Cut 111 Minuten
Altersfreigabe: 16
Einleitung
Science-Fiction Vorbilder wie "2001: Odyssee im Weltraum" oder "Star Wars" haben bereits in den 60ern bzw. in den 70er Jahren dem Zuschauer ungeahnte, phantasievolle Welten vorgestellt, deren Absicht es war, den noch eher unbekannten Weltraum und andere Planeten so optimistisch und reizvoll wie möglich darzustellen.
Handlung
Mysteriöse Signale veranlassen die Besatzung des Raumfrachters Nostromo zur Landung auf einem unbewohnten und fremden Planeten. Dort treffen sie auf eine noch nicht gesehene Lebensform, die sich im menschlichen Körper vermehrt. Der Horror beginnt - ein Alptraum, der das Leben von 6 Crewmitgliedern beendet und das Leben der Siebten für immer verändert...
Umsetzung
Gerade "Star Wars" ist bei näherer Betrachtung ein zauberhaftes Sci-Fi Märchen, als ein gruseliger Actionfilm, trotz des Titels, der in dieser Richtung doch einiges vermuten lässt. So geschah es, dass sich Ende der 70er Jahre Dan O'Bannon und Ronald Shusett eine ebenso geniale wie düstere Geschichte über ein fremdartiges Wesen ausdachten, die vor allem Suspense und Horror fokussierte, als bisweilen noch "Star Wars", wo man doch hauptsächlich fiktive Dinge wie Laserwaffen oder "niedlichen" Ausserirdischen begegnete.
Diese Story wurde dann von Ridley Scott verfilmt, der sich dadurch in den Himmel der angesehensten Regisseure katapultierte, denn so etwas wie "Alien" hatte man bis dato noch nicht gesehen. Zusammen mit "Blade Runner" revolutionierte Scott damit das Aussehen des Sci-Fi Films: Schweiss, Staub und Öl, statt strahlend-antiseptischer Utopie - ein geradezu pessimistisches Gesellschaftsbild wird hier zum Leben erweckt. Auch heute noch gilt "Alien" als eines der unangreifbaren Genre-Vorbilder und zudem als Meilenstein der Filmgeschichte.
Dabei bietet die eigentliche Handlung im Kern nichts neues: Einer nach dem anderen wird vom Alien auf verschiedene Weisen terminiert, nach dem allseits bekannten "Zehn-Kleine-Negerlein" Prinzip. Doch Ridley Scotts höchst stilsichere Inszenierung, garniert mit einigen unvergesslichen Szenen, verleihen der Geschichte die nötigen phantastischen Bilder.
Großes Effekte-Kino ist für den ersten „Alien“-Film ein Fremdwort, denn er wird sehr langsam, ja sogar ruhig erzählt, dazu gesellen sich lange Einstellungen und Kamerafahrten, die aber nichtsdestotrotz erheblich zur Spannung beitragen. Hier sei vorallem der Showdown zu erwähnen, der ebenfalls eher "leise" rüberkommt: Keine großkalibrigen Waffen, keine besonderen Hilfsmittel, nur der pure Nervenkitzel, nur die kaumauszuhaltende Spannung. So muss Suspense-Kino sein!
Eine weitere Stärke des Films ist es, dass man das vom Schweizer Maler H.R. Giger kreierte Monster so gut wie nie richtig zu Gesicht bekommt, ganz zu schweigen von den "Taten" des Wesens. Es findet dadurch im Kopf statt, ein filmisches Stilmittel, das man heute leider nur noch selten zu spüren bekommt, ganz besonders im Horror-Genre.
Was heute oder früher vollkommen untypisch ist, wo man nicht mal ansatzweise daran gedacht hatte, ist, dass erstmals eine Frau die Heldin darstellt und kein männlicher Kollege, dafür hat sich Ridley Scott sehr lange eingesetzt und diesen Kampf gegen das Studio letztendlich gewonnen.
Die Darsteller
Sigourney Weaver macht ihre Sache aber auch verdammt gut, für das Sequel "Aliens" hat sie sogar, untypischerweise eine Oscarnominierung als beste Hauptdarstellerin eingeheimst. Bei der restlichen Crew gibt es ähnlich wie bei Weaver nichts großartiges zu bemängeln.
Fazit
"Alien" muss man als Meisterwerk bezeichnen, den jeder Fan des Genres gesehen haben muss.
Bewertung: 10/10
DVD-Details
Getestete Version: Alien Special Edition (Director´s Cut)
Bildformat: 2,35:1 (anamorph/16:9)
Tonformate: Deutsch Dolby Digital 5.1, Englisch Dolby Digital 5.1, Deutsch DTS 5.1, Englisch DTS 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bonusmaterial: Audiokommentar, Einleitung von Regisseur Ridley Scott, Pre Production, Production, Post Production
Sonstiges: Der Alien Director´s Cut ist ca. eine Minute kürzer als die Kinofassung und bietet zum Teil keine zu lang gewordenen und unnötigen Kamerafahrten mehr, will heißen Ridley Scott hat einige Einstellungen abgeschwächt um so dem jüngeren Publikum einen Einstieg in den Film zu gewähren. Trotzdem besitzt der Director´s Cut natürlich einige neu hinzugekommene Sequenzen.
Verpackung
Die Alien Special Edition kommt in einem handelsüblichen Doppel-Amaray-Case ohne Booklet daher.
- Diese Seite wurde zuletzt am 13. März 2008 um 18:47 Uhr geändert.
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