Alone in the Dark (Kanada / Deutschland / USA 2005) - Kritik von hasendeddy

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Kritik von hasendeddy.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Als ich wieder einmal in meiner Stammvideothek vorbei schaute, fiel mir "Alone in the Dark" auf, von dem ich ja schon so viel Negatives gehört hatte. Das hat mich natürlich wieder einmal neugierig gemacht, ob der Film wirklich so schlecht ist, oder ob die "Hassfigur" Uwe Boll (Regisseur) diesmal zu Unrecht verurteilt wurde. Nach dem fürchterlichen "House of the Dead" hatte ich ja auch so meine Befürchtungen ( beides sind ja Videospiel-Verfilmungen)! Beim bezahlen an der Kasse hatte ich dann auch so ein "mulmiges" Gefühl und ich dachte, man beobachtet mich. Das Gesicht der mir so vertrauten Verkäuferin schien zu sagen: "Hat der aber plötzlich einen schlechten Geschmack". Hat er wirklich?.... In der Ofdb rangiert der Film übrigens auf Platz 11934!- oh Schreck!

Handlung

Edward Carnby (Christian Slater), der sich auf Übernatürliches spezialisiert hat, bringt von einer seiner Expeditionen zum Amazonas ein 10000 Jahre altes Artefakt der Abkani-Zivilisation mit.

Seine Freundin, die Archäologin Aline Cedrac (Tara Reid) besitzt schon mehrere ähnliche Artefakte und versucht seit langem deren ursprünglichen Verwendungszweck herauszufinden.

Zeitgleich mit dem Eintreffen des letzten Artefakts verwandeln sich 19 Menschen urplötzlich in eine art Zombie und gehen auf direktem Weg zu Aline ins Museum. Ihr Professor Lionel Hudgens (Mathew Walker) versucht ebenfalls, hinter das Geheimnis der Abkanis zu kommen. Er findet eine goldene Truhe und warnt seine Mitarbeiter noch diese zu öffnen - zu spät, das Böse wurde freigelassen...

(...mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, damit der Film für euch noch spannend bleibt!)

Kritik

Ich bin mit den Erwartungen an den Film herangegangen, einen netten und unterhaltsamen Videoabend mit ein wenig Horror und bitteschön auch hirnloser Action zu verbringen. 95 Minuten ohne Langeweile. Diese Erwartungen wurden mir auch voll und ganz erfüllt, nicht aber ohne einen faden Beigeschmack zu hinterlassen.

Als erstes ist mir aufgefallen, dass die Effekte und die Kameraarbeit wirklich auf einem gehobenen Niveau über den Bildschirm flimmern. Wirklich, die CGI Monster aus der Dunkelheit sind sehr aufwändig gestaltet und geben bis auf die Tatsache, dass sie dem in Alien verwendeten Monster sehr ähnlich sehen, kaum Anlass zur Kritik. Die Teils sehr blutigen und sehr stylisch gefilmten Actionszenen verbuchen durch ihre perfekte Machart auch Pluspunkte auf der positiven Seite. Auch die für so einen Film so dringend notwendigen Schockeffekte wurden einigermaßen gut in die Handlung integriert - jedenfalls bin ich ein paar Mal zusammengezuckt.. Als positive Besonderheit möchte ich auch ausdrücklich auf die tolle und moderne Kameraarbeit hinweisen, die dem Film eine rasante und dynamische Note verleiht - halt Action pur auf der Höhe der Zeit - da merkt man deutlich, dass Boll vorher Musikvideos gedreht hat und etwas von seinem Handwerk versteht.

Was gibt es also noch zu bemängeln, denn bisher hört sich das ja nach einem sehr guten Film an?

Es ist das Zusammenspiel aus wirklich bodenseegroßen Logiklöchern, gepaart mit einer wirren und leider auch sehr holprig erzählten Geschichte, die den Film wieder ziemlich weit in die Bedeutungslosigkeit herunterziehen. Dabei hätte die Geschichte durchaus das Potential gehabt den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen. Doch dieses Potential wurde leider durch einen wirren und schlecht heraus gearbeiteten Handlungsverlauf nicht genutzt.

Mitschuld an der Mittelmäßigkeit des Filmes haben mit Sicherheit auch die auf RTLII-Niveau agierenden Schauspieler, inclusive ihrer wirklich üblen Synchronsprecher - Cristian Slater und Tara Reid mal ausgenommen - die können aber auch nicht mehr viel retten.

Jetzt wäre das alles noch nicht so schlimm, der Film wäre so weit durchaus genießbar - Doch dann kommt das völlig verblödete Ende. Was habe ich mich wieder einmal geärgert!

Aber decken wir lieber einen "Mantel des Schweigens" über das verhunzte Ende.....

Meine DVD

Die (Leih-)DVD von Eurovideo (Director's Cut) gibt beim Bild und vor allem beim Ton kaum Anlass zur Kritik. Das Bild ist scharf und bildet auch Details in den dunklen Bildbereichen sehr gut ab. Auch Kompressionsartefakte findet man nur selten. Der in DTS und 5.1 enthaltene deutsche Ton donnert mit kräftigem Subwoofereinsatz genial über alle 5 Kanäle. Da pfeiffen dem Zuschauer wirklich die Kugeln um die Ohren. Super ! - gerade bei diesem Film ein Genuss!

Extras sucht der DVD-Freund auf dieser Verleihfassung vergebens, außer man bezeichnet die drei Trailer als "Extras". Egal, dafür ist ja der DTS Sound vorhanden und der benötigt ja relativ viel Speicherplatz auf der DVD.

Fazit

Ich bin überzeugt dass Uwe Boll noch viel bessere Filme machen wird, wenn er erst einmal gelernt hat mehr Wert auf das saubere Erzählen der Geschichte zu legen. Technisch hat er jedenfalls seine Hausaufgaben gemacht.

Was nun "Alone in the Dark" angeht, so kann man sagen, dass ich mich durchaus 95 Minuten gut unterhalten habe. Es wäre ein netter Filmabend geworden, hätte Boll das Ende des Films nicht total in die Grüze gesemmelt.

Trotzdem - ich bin gespannt was Boll noch alles auf uns losläßt. Also: Für alle Action- und auch Horrorfilmfans durchaus einen Blick wert (Gorehounds auch!)!

4/10 Punkten (...mit dem verhunzten Ende)

5,5/10 Punkten (...wenn man die tolle Technik in Betracht zieht und einen die holprige Geschichte nicht stört!)

Alternativen

  • alle Monsterfilme nach "Alien-Art"
  • Riddick
  • Pakt der Wölfe
  • Dogsoldiers

Weblinks

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  • Diese Seite wurde zuletzt am 16. September 2006 um 22:18 Uhr geändert.
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