Birth (USA 2004) - Kritik von Gorygrunt
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Kritik von: Gorygrunt
Inhaltsverzeichnis |
Hintergrund
Der erste Film bei dem es mir schwerfällt eine richtige Meinung zu formulieren und ich hoffe ich kann es euch irgendwie nahe bringen.
Story (1,5 von 3,0 Punkten)
Vor genau 10 Jahren verstarb Annas Mann Sean. Ihr fällt es so schwer über den Tod ihres Mannes hinwegzukommen, dass sie erst nach 10 Jahren wieder einen Mann heiraten will. Die neue Liebe Joseph begehrt sie so sehr, das er niemals aufgab um ihre Hand anzuhalten. Als plötzlich bei dem Geburtstag der Großmutter einer kleiner , 10-Jähriger Junge auftaucht und behauptet er sei die Reinkarnation von Annas verstorbenen Gatten Sean, geraten ihre Gefühle ausser Kontrolle……
Ich musste den Film ehrlich gesagt zweimal hintereinander schauen, bis ich mir ein
konkretes Bild bzw. eine defenitive Meinung bilde konnte. Auf der einen Seite faszinierte
mich die Geschichte und die Idee die dahinter steckte. Aber auf der anderen Seite
langweilte mich der Film zu Tode.
Nun ist mir nach dem ersten Durchlauf noch nicht klar gewesen, dass genau dies den
Film ausmachen sollte. Dennoch find ich es sehr schade, dass der Film viel zu flach
abläuft. Er hat keinen richtigen Höhepunkt. Irgendwie steckt der ganze Film in der
Einleitung fest und versucht vergebens dort herauszukommen, was leider nicht gelingen
will.
Die Entwicklung der ganzen Gefühle in diesem Streifen ist viel zu Stufig, sodass der Zuschauer das Gefühl bekommt die Plots wechseln zu abrupt ohne jegliche Übergänge. Als ich ihn das zweitemal schaute, fiel mir aber auf das es genau das ist was dahinter steckt. Und zwar die zwiespältigen Gefühle der Protagonistin Anna (Nicola Kidman), auch das sie hin und hergerissen wird von ihrerer nicht heilenden Sehnsucht und der Trauer um ihren verstorbenen Mann Sean. Es ist also ein sehr frustrierender, trauriger Film.
Als plötzlich der angeblich Junge Sean auftaucht, mit sehr intimen und ungewöhnlichen Kenntnissen über das gemeinsame Leben zwischen Anna und Sean, wird einem dann doch irgendwie unheimlich. Ich will nicht zu viel verraten, aber schon nach den ersten 10 Minuten wird die Story zu durchsichtig und leicht vorhersehbar. Dies ist wahrscheinlich nur teilweise beabsichtig, kann ich zur Zeit aber nur spekulieren. Wenn es nicht so war, dann hat man die gewissen Überraschungsmomente total versaut.
Dies geht auf das Konto der Drehbuchautoren Jean-Claude Carrière (mir völlig unbekannt) Milo Addica (u.a. MONSTER’S BALL/hat sogar eine kleine Rolle übernommen) und dem Regiesseur himself Jonathan Glazer. Die leichte Marke von Milo Addica spürt man gleich von der ersten Minute an. Diese schwerfällige und deprimierende Stimmung und Erzählweise findet der Zuschauer auch in MONSTER’S BALL.
Produktion (1,0 von 3,5 Punkten)
Der Kameramann Harris Savides hat allerdings auch schon wesentlich bessere Arbeit geleistet und wollte mit diesem Werk nur seine Filmographie erweitern. Er fotografierte u.a. THE GAME, SIEBEN, FORRESTER GEFUNDEN!, die meiner Meinung nach spitzen Leistungen entsprechen. Bei BIRTH hatte er woll etwas zu viel getrunken. Entweder war ich total besoffen oder ich muss nochmal zum Augenarzt. Das Bild total unscharf und lustlose Kameraperspektiven, die nicht mal mehr in den 30ern Verwendung fanden. Aber ich will nicht ihm die Schuld geben, sondern an dem Regiesseur zu dem wir gleich kommen. Harris Savides wird demnächst unter einer besseren Führung, und zwar von keinem geringerem als David Fincher, hoffentlich wieder ein verblüffendes Ergebnis abliefern. Er dreht gerade ZODIAC mit Schnapsnase Robert Downey jr., Mädchenschwarm Jake Gyllenhaal und Immer-Bösewicht Gary Oldman. Man darf sich also freuen. Hi hi
Regie führte der Brite Jonathan Glazer (der mir auch völlig unbekannt war und lt. imdb auch nur TV Serien und Sendungen aufzeichnete) vollführt hier wieder eine Meisterklasse in Ich-schnapp-mir-eine-gute-Idee-und-versau-sie-so-richtig-nach-Strich-und-Faden- Manier. Aus dieser Geschichte hätte man visuell ein neues Kapitel in der Filmgeschichte schreiben können. Okay, Okay ich übertreibe jetzt mal ein wenig, aber leider hat mich das Hollywood Debut von diesem Regiesseur sehr, sehr entäuscht. Vom technischem Aspekt aus, ist der Film so gut wie eine „Wer Wird Millionär?“ Aufzeichnung. Nun gut!
Leider konnte auch Cutter Claus Wehlisch diese Misere nicht verhindern und versuchte zu retten was zu retten ist. Er arbeitete u.a. HARRY POTTER UND DER STEIN DER WEISEN, CHICKEN RUN und EYES WIDE SHUT mit.
Auch der nervige Score von Alexandre Desplat ging mir irgendwie auf die N*sse. Viel zu hektisch und der Stimmung unangemessen.
Darsteller (2,5 von 3,5 Punkten)
Wowie, Nicole Kidman arbeitet sich in meiner Lieblings-Darsteller-Bestenliste gerade nach oben. Nach THE OTHERS, DIE FRAUEN VON STEPFORD und UNTERWEGS NACH COLD MOUNTAIN wird die Dame mir immer sympathischer. Auch in diesem Film demonstriert sie wieder, wie vielfältig sie eigentlich ist. Selbst mit der dämlichen Friseur konnte sie mich ein wenig verzaubern.
Cameron Bright, der mir bei GODSEND und The BUTTERFLY EFFECT eine Gänsehaut einjagte, versucht sich hier mit dem selben Konzept, wie bei den beiden genannten Vorgänger-Streifen. Das heisst für mich, das er leider nichts anderes draufhat. Mit seiner ruhigen Stimme und seinem Stone-Face konnte er mich dieses Mal nicht einfangen und zauberte nur ein müdes Lächeln auf meinem Gesicht.
Allerdings habe ich mich sehr gefreut mal Peter Stormare in einer anderen Rolle zu sehen, auch wenn es nur eine kleine Nebenrolle ist. Für mich ein viel zu unterbewertetes Talent u.a. mimte er den russischen Raumfahrer in ARMAGEDDON oder den Teufel in CONSTANTINE. Ein wirklich herausragender Schauspieler der wirklich eine facettenreiche Auswahl an Darbietungen erreicht!
Bild (1,0 von 3,5 Punkten)
Junge, junge so ein besch*ssenes Bild habe ich zuletzt bei Four Rooms gesehen. Kontrastlos bis der Arzt kommt. Farblos und viel zu gräulich. Gut, viele werden es als Stilmittel zur Darstellung der Atmosphäre bezeichnen. Ich hingegen sage, da haben andere Filmemacher auch anders hinbekommen. Überhaupt nicht zu empfehlen! Die Vordergründe scheinen viel hell und die Hintergünde sind zu abgedunkelt. Da macht das Heimkino keinen Spass.
Ton (1,0 von 3,5 Punkten)
Da kann ich nicht viel zu sagen, war da überhaupt Ton zu hören. Das einzige was ziemlich gleichmäßig abgemischt war, ist der Score. Und der ist wie bereits gesagt ziemlich unter aller Sau. Da dies ein Film ist der auf Dialogen basiert und nicht von seiner Action lebt. Darf man hier nicht viel erwarten (oder besser gesagt garnichts erwarten).
Bonusmaterial/Artwork/Layout (1,0 von 3,0 Punkten)
Das animierte Menu ist sehr passend, dem Film entsprechend. Das Cover hat mich allerdings entäuscht, da es vielmehr Spannung verspricht. Wenn man dann den Film gesehen hat und sich dann nochmal das Cover und das Menu anschaut, dann kommt es einem so vor als hätte man die falsche Hülle erwischt. Geht mit der Stimmung des Films überhaupt nicht konform. Das Bonusmaterial dürfte für viele sehr spärlich sein, es sind nur Kinotrailer vorhanden.
Fazit
Ein leicht verdauliches Drama mit einer sehr guten Story, die leider nicht so richtig aus der Hüfte kommt und daher der Zuschauer wahrscheinlich vor Langeweile stirbt. Einzig und allein Nicole Kidman ist sehenswert. Den Film kann ich wirklich niemandem weiterempfehlen. Auch für die Heimkino-Fetischisten sollte dies ein rotes Tuch bleiben.
Übersicht Punkteverteilung
- Film 5 von 10
- Die Punkte setzen sich wie folgt zusammen:
- 1,5 von 3,0 Punkte - Story/Drehbuch
- 1,0 von 3,5 Punkte - Produktion (d.h. Cut, Kamera, Ausstattung, Regie u.s.w.)
- 2,5 von 3,5 Punkte - Darsteller/Nebenrollen
- Die Punkte setzen sich wie folgt zusammen:
- DVD 3,0 von 10 Punkte
- Zusammengesetzt von:
- 1,0 von 3,5 Punkte - Bild
- 1,0 von 3,5 Punkte - Ton
- 1,0 von 3,0 Punkte - Bonusmaterial/Artwork(Layout)
- Zusammengesetzt von:
Siehe auch
Weblinks
- Offizielle Site zum Film
- Informationen bei Warner Bros.
- Birth in der Internet Movie Database (IMDb)
- Birth in der Online-Filmdatenbank (OFDb)
- Alle deutschen DVDs von Birth bei dvdb.de
- Aktueller Preisvergleich aller deutschen DVDs von Birth bei dvdb.de
- Diese Seite wurde zuletzt am 22. August 2006 um 12:25 Uhr geändert.
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