Collateral (USA 2004) - Kritik von KiNGU

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Inhaltsverzeichnis

Collateral

Kritik von KiNGU.

Hintergrund

Collateral gehört meiner Meinung nach zu den besten Kinofilmen des Jahres 2004. Kein Wunder also, dass auch die DVD für mich ein Pflichtkauf war.

Story

Vincent (Tom Cruise) ist ein cooler, berechnender Auftragskiller und sehr gefragt im Business. Max (Jamie Foxx) ist ein Taxifahrer mit großen Träumen und ohne Erfolg. In dieser schicksalhaften Nacht fährt Max Vincent zu seinem nächsten Job - eine Nacht, fünf Stopps, fünf Treffer, eine Flucht. In dieser zufälligen Begegnung prallen zwei Leben aufeinander - und keiner der Männer wird jemals wieder derselbe sein. Heute Nacht wird sich alles ändern …

Mehr darf von der Story einfach nicht verraten werden, da sonst die Spannung des Films verloren gehen würde.

Kritik

Spätestens seit seinem Erfolgsfilm "Heat" ist der Name Michael Mann ein Begriff für hervorragendes, spannendes und überraschendes Kino. Mit Collateral stellt er dies erneut unter Beweis.

Dabei ist sich der Regisseur selbst treu geblieben. Präzise werden die Charaktere eingeführt, jeder einzelnen erhält genügend Zeit, sich zu entfalten. Es ist der Dialog, der ganz klar über die Action dominiert. Allerdings gilt auch für den Dialog: Zuviele Worte müssen nicht gewechselt werden. Körpersprache ist ein Stilelement, das Mann perfektioniert. Ein Blick, eine Geste oder gar ein wölfisches Augenglimmen bedeuten viel, viel mehr als es oftmals 1000 Worte ausdrücken könnten. Die Action, durch Vincents Beruf ein wesentlicher Bestandteil der Handlung, ist zunächst nur Beiwerk. Wenn es dann aber zur Sache geht, erschafft Michael Mann überwältigende Szenen inszenierter Brutalität. Insbesondere der Showdown im Morgengrauen ist ein wahres Meisterstück.

Michael Manns wohl größtes Talent ist das Gespür - der Blick - für Details. Dies kommt nicht nur den Akteuren sondern auch deren Umgebung zu Gute. Los Angels taucht in überwältigenden Farben in die Dunkelheit hinein. Während der Taxifahrten verschwimmt die Umgebung oftmals zu einem undurchdringlichen, aber warm und freundlich wirkenden, Lichtermeer.

Die verschiedenen Charaktere des Films sind allesamt bestens besetzt. Jamie Foxx (Max) spielt den tagträumenden Taxifahrer mit einer Hingabe, die seinesgleichen sucht. Wenn er von seinen Träumen und Zukunftsplänen berichtet, kann man die Augen schließen und sich - genau wie er - ein Bild davon machen. Man sieht alles direkt vor sich. Bei Tom Cruise (Vincent) war ich mir, als ich von der Filmankündigung hörte - erst nicht sicher, ob man ihm die Rolle eines eiskalten Profikillers abkauft bzw. ob er in der Lage ist, einen solchen Bösewicht überhaupt zu spielen. Keine Sorge. - Er ist es.

Cruise spielt den Auftragskiller nicht, wie so viele andere in der Filmgeschichte zuvor, wo der Killer irgendwie doch immer der (versteckte) Held war. Er paart stattdessen Arroganz mit der Verachtung von Menschenleben. Das Wichtigste ist für ihn nicht der Job, den er gnadenlos ausführt, sondern die anschließende Bezahlung. Er tötet, weil es eben “sein Job ist”. Diese Art, zusammen mit seinem eiskalten Auftreten, macht ihn abstoßend, aber auch - auf eine faszinierende Art und Weise - sympathisch. Irgendwie ist man während des Films ständig in seinen Sympathien hin und her gerissen. Soll man nun für den hilflosen und verzweifelten Taxifahrer Mitleid haben oder fiebert man doch lieber mit dem Auftragskiller mit?

DVD

"Collateral" erschien sowohl als einzelne DVD wie auch als Special Edition mit Bonus-DVD. Neben 3 verschiedenen Tonspuren (Deutsch, Englisch, Franzöisch) gibt es auf der DVD selbst ein animiertes Menü mit Soundeffekten sowie Kapitel- und Szenenanwahl.

Wer Bonusmaterial sehen möchte, muss zur Special Edition greifen. Auf der zusätzlichen DVD wird man mit allen nur erdenklichen Infos zum Film versorgt.

Fazit

Unbedingt anschauen! Dieser Film hat es verdient, meisterlich genannt zu werden. Michael Mann erschafft eine Atmosphäre in diesem Film, die einfach jeden auf die Couch fesselt. Tom Cruise und Jamie Foxx tragen das Übrige dazu bei, dass man sich bis Filmende nicht von der Stelle rührt. Die Spannung - soundtracktechnisch perfekt untermalt - ist einfach überwältigend. Dieser Film ist seit langem der Erste, wo ich aufgrund eines Schusses zusammengezuckt bin.

Ich gebe eine 10 von 10.

  • Diese Seite wurde zuletzt am 25. August 2005 um 16:54 Uhr geändert.
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