Collateral (USA 2004) - Kritik von Smu

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Kritik von Smu vom 21.08.2005.

Inhaltsverzeichnis

Hinweis

Diese Filmkritik basiert auf einer Kritik, die ich im Oktober 2004 für das dvdb.de-Forum geschrieben habe. Den Film hatte ich damals im CineStar Stade gesehen.

Hintergrund

Auf Collateral habe ich mich 2004 gefreut, wie auf keinen anderen Film. Nicht nur, weil ich sehr gerne Tom-Cruise-Filme sehe sondern auch, weil die ersten Informationen über die Story und der Trailer mir mächtig Lust auf mehr gemacht haben. Allerdings habe ich recht früh begonnen abzuschalten, wenn Berichte über Collateral im Fernsehen kamen oder neue Trailer einfach nicht mehr zu schauen, da ich den Großteil des Films schließlich im Kino und nicht andernorts genießen wollte.

Story

Eines nachts steigt ein Fahrgast, Vincent (Tom Cruise), bei Taxifahrer Max (Jamie Foxx) und lässt sich von ihm durch das nächtliche L.A. zu einem Bekannten fahren. Durch einen kleinen mörderischen Zwischenfall stürzt der "Bekannte" auf Max' Taxidach. Doch es ist nicht der letzte Mord, den Max mit ansehen muss, denn Vincent lässt sich nun von ihm zu Auftrag zu Auftrag fahren. Max ist fortan hin- und hergerissen zwischen dem Drang nach Schutz des eigenen Lebens und Rettung der zukünftigen Ziele Vincents.

Charaktere & Darsteller

Die drei wichtigsten Rollen im Film, besetzt durch Tom Cruise, Jamie Foxx und Jada Pinkett Smith, sind alle sehr schön ausgearbeitet und werden von ihren Darstellern perfekt verkörpert.

Kritik

Collateral ist komplett anders, als ich ihn mir ausgemalt und erwartet hatte. Regisseur Michael Mann schafft es durch eine ungewöhnlich unruhige, aber gleichzeitig geniale Kameraführung das Geschehen auf der Leinwand real erscheinen zu lassen. Stellenweise hat man tatsächlich das Gefühl man würde dem Treiben beiwohnen und nicht im Kino sitzen. Die unruhige Kamera und die teilweise unüblichen Kameraperspektiven vermitteln den Eindruck, dass jemand zufällig gefilmt hätte was passiert und ist einfach genau richtig.

Den Standpunkt mancher, dass der Collateral eben aufgrund der Kamera "teilweise billig aussähe", kann ich zu einem Grad vertreten. Allenfalls kann ich ihn durch den stellenweisen Amateur-Filmer-Effekt erklären, welcher aber gerade dieses Das-ist-kein-Film-Erlebnis hervorruft.

Ebenso kann man nicht von billig reden, da die gezeigten Bilder optisch aufpoliert - auszugsweise beinahe malerisch schön - sind und hier ganz klar der Unterschied zwischen "billig" und "nicht billig" klar wird.

Fazit

Michael Mann hat mit Collateral einen erstklassigen Thriller geschaffen, der wunderbar wirkt. Leider muss ich aber gestehen, dass ich beim ersten Schauen im heimischen Wohnzimmer tatsächlich sehr enttäuscht vom Film war. Es ist ein wahnsinniger Unterschied die wunderschönen Szenen auf einer großen Weinland oder dem kleinen Fernseher Zuhause zu sehen. Diese kommen nämlich mies, wirklich mies auf diesem rüber. Besonders stark tritt dies bei den Szenen, in denen das Taxi (und L.A.) aus der Vogelperspektive zu sehen ist, auf - wenn man Max' Taxi nicht mal auf dem Fernsehschirm erkennen kann ist der ganze Zauber weg. Von daher kann ich Collateral in Anbetracht des optimalen Genusses eigentlich nur für eine große Leinwand oder einen vergleichbar guten Fernsehbildschirm empfehlen - sonst macht man sich ganz alleine einen tollen Film schlecht.

9,5 von 10 Punkten - aufgrund kleiner Längen reicht es nicht für die volle Wertung


Siehe auch

Weblinks

  • Diese Seite wurde zuletzt am 17. Februar 2008 um 17:02 Uhr geändert.
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