Constantine (USA 2005) - Kritik von Gorygrunt
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Constantine
Kritik von: Gorygrunt
Hintergrund
Nachdem ich diverse Trailer gesehen hatte und ne Menge Kinoreviews, bin ich natürlich nicht sehr objektiv an den Film rangegangen, was sich am Ende des Films als wirklich großer Fehler erwies.
Story
John Constantine kann seit seiner Geburt Engel und Dämonen sehen, die als Menschen getarnt auf der Erde wandeln. Sie beeinflussen die Menschheit nach ihrem Willen, um den schon lange währenden „Kalten Krieg“ zwischen Himmel und Hölle auszufechten. Und Constantine soll dafür sorgen, das die „Halblüter“ (wie Constantine die Engel und Dämonen nennt) sich an den „Kodex“ oder an die „Spielregeln “ halten, um das Gleichgewicht zwischen Himmel und Hölle zu erhalten. Doch wie immer kommt es anders………..
Die Film fängt sehr schön an, hängt dann aber ziemlich dünn durch und die Geschichte schleppt sich so dahin. Da hat der Kevin Brodbin (screenplay) mit Mindhunters ein besseres Werk abgeliefert. Wie bereits von einem Vorredner von mir bemerkt wurde, sind viele Elemente kopiertworden. U.a. Stigmata, Exorcist, Im Auftrag des Teufels. Ich hatte sogar das Gefühl das gleich Buffy mit Angel als Rückendeckung aus einem Loch gesprungen kommt und den Showdown entscheidend beeinflusst (hihi).
Dies ist aber nicht negativ zu bewerten, da die Elemente einigermassen gut in Szene gesetzt wurden. Selbst viele versteckte Gags sind in dem Film zu finden…
(und nicht nur für Bibelkenner !) …die mich zwar nicht vom Hocker hauten aber dafür ein kleines Schmunzeln über meine Lippen zauberten.
Trotzalledem überzeugt die Story nicht so richtig, weil auch viele gewollte Schreckmomente durch den miserablen CUT versaut wurden und somit in der Luft verpuffen! Schuld daran Cutter Wayne Wahrman, der auch schon The Time Machine und Drei Engel für Charlie II dadurch versaute. Nur in U571 hat er gute Arbeit geleistet (kommt also doch immer auf die passende Thematik an!). Dafür hat er FAST gänzlich auf sehr schnelle Cuts in den wenigen Action Sequenzen verzichtet, was heutzutage sehr selten geworden ist und damit nicht den Streifen in ein Musikvideo verwandelt.
Obwohl der Regiesseur Francis Lawrence bekannt ist für seine Musikvideos von Britney Spears, Will Smith u.s.w. Mit Constantine gab er sein Filmdebüt, d.h. er hat also noch Zeit besser zu werden! Leider kann ich noch nicht viel zu dem Kollegen sagen, nur das sein nächstes Output die Verfilmung des Buches „Schlimmes Ende“ (O-Titel: A house of awful end) von Philip Ardagh sein wird. (Das Buch gibt’s bei amazon hier)
Pluspunkte sammelte der Film bei mir, aufgrund der sehr schönen Kameraaufnahmen. Die Aufstellungen und Positionen waren passend gewählt, ruhig und erzeugten wirklich angenehme Bilder.
Darsteller
Gleich am Anfang viel es mir ziemlich schwer Keanu Reeves in der Rolle des kettenrauchenden und gleichgültigen „Exorcisten“ Ernst zunehmen. Da ich meiner persönlichen Meinungen nach, den guten Keanu nicht gerade für einen Charakterdarsteller halten. Es gibt IMHO zwei Arten von Schauspieler: Darsteller die Gefühle und Mimiken allein mit Ihren Augen rüberbringen und Schauspieler die ich gerne als STONEFACE bezeichne (selbstverständlich gibt’s kleine Abstufungen und diverse Untergruppen). Leider gehört Keanu Reeves nicht zur ersten Kategorie. Auch der hübschen Rachel Weisz (Mumie, Duell – Enemy at the Gates) konnte ich die Rolle am Anfang nicht richtig abnehmen, hat mich aber im Laufe des Filmes sehr überzeugt.
Weitere Darsteller die man erwähnen muss: Djimon Hounsou (Biker Boyz, Tomb Raider – Wiege des Lebens, Amistad, Gladiator) kam leider wie immer viel zu kurz. Bezüglich des Teufels gespielt von Peter Stormare (Armageddon, 8**, The Big Lebowski, Fargo) muss ich allen anderen negativen Kritiken widersprechen. So ein geiler Schauspieler! Der Mann hat es echt drauf, gehört neben Harvey Keitel zu meinen Lieblings-Nebendarstellern. && Den Teufel etwas tuntigen, sympatischen, ruhigen und ausgeglichen wirkenden Kerl darzustellen, der bei der kleinsten Sache explodiert && ist für mich ein besonderes Vergnügen gewesen (Und zwar nicht nur in diesem Film!) Der Augenzuckende Pruitt Taylor Vince (u.a. Identität, The Cell) ist auch mit von der Party leider noch nicht so bekannt!
Tilda Swinton ( The Beach ) liefert wie immer eine Glanzleistung ab, die beste Rolle im Film mit der besten Performance!
Bild und Ton
Das Bild ist leider richtig grottig, die durchschnittlich Bitrate lag bei 3,7 kb/s. Der Schwarzwert war (trotz meiner grauen Leinwand) nicht mal annähernd zwischen 70-80 % und das ist mir nicht genug! Sehr schwimmende Hintergründe und unzureichender Kontrast, die ich selbst bei mehrmaligen Umstellungen meiner beider Projektoren (Sanyo PLV-Z2 und meiner guten Röhre Sony 3RG) einfach nicht wegbekam! Der Sound lässt ebenfalls zu Wünschen übrig, die Dialoge sind viel zu mager abgemischt und in den Actionsequenzen vermisse ich meine Rears (ich hab sogar nachgeschaut, ob ich die Kanäle überhaupt eingeschaltet habe?!?!?). Viel zu frontlastige Klänge von links nach rechts ohne den Center anzusprechen, ergo Klanglöcher die unheimlich nervten. Mein Subwoofer saß gelangweilt da und wusste nichts mit sich anzufangen, viel zu viele Höhen und keine Tiefen!
DVD
Zu der DVD und dem Bonusmaterial selber, kann ich nicht mehr sagen, da…
..ich bekannterweise ein SINGLE-DISC-FETISCHIST bin und das schei** Bonusmaterial klaut der Bild- und Tonqualität den verfügbaren Platz auf dem Silberling!
Fazit
Ein Film der mich ins Grübeln gebracht hat! Hihi… War der Film jetzt schlecht oder…..? Wirklich richtig schlecht isser, ja nicht aber ein Hammer auch nicht. Auf jedenfall könnte ich den Film Anhängern der Dämonenserien empfehlen (Buffy, Angel, Charmed u.s.w.). Wer einen Actionreichen Horrorkracher erwartet wird bitterböse entäuscht. Auch den Vergleich mit Blade sollte man tunlichst meiden.
Leichtes Popkornkino, der sehr schön zum-nebenbei-laufen-lassen geeignet ist!
Punkte
- Film 4/10
(aber nur wegen der Auswahl der Schauspieler und der guten Kamera)
- DVD 2/10
( Minuspunkte aufgrund dem Cover, schlechtem Ton & schlechtes Bild – und das ist eigentlich das was eine DVD zur DVD macht!)
- Diese Seite wurde zuletzt am 24. August 2005 um 10:44 Uhr geändert.
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