Control - Du darfst nicht töten (USA 2004) - Kritik von Gorygrunt
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Kritik von: Gorygrunt
Inhaltsverzeichnis |
Hintergrund
Ich hatte den Film in der Hand, las die Inhaltsangabe. Freute mich auf ein Werk mit Dafoe und Liotta. Ich wurde sichtlich entäuscht!
Story (0,5 von 3,0 Punkten)
Dr. Michael Copeland (Willem Dafoe) hat das Medikament „Anagress“ entwickelt, womit Schwerverbrecher und Mörder zu netten Menschen und vollwertige Mitglieder der Gesellschaft werden können. Als Versuchskaninchen ausgewählt wird der mehrfache Mörder und Sadist Lee Ray Oliver (Ray Liotta). Nach einer gefakten Hinrichtung wird er in das Labor verfrachtet und bekommt das Mittel. Nachdem er auf das Mittel anzuspringen scheint, bekommt er eine Chance in die Freiheit. Doch wirkt da Mittel tatsächlich…..
Wow! Hört sich spannend an die Story, oder nicht? Verantwortlich für das Drehbuch war Todd Slavkin und Darren Swimmer, das Drehbuch Team für die Serie Smalleville. Diese Idee fand ich so gut, das ich es nicht abwarten konnte den Film zu sehen. Doch schon nach wenigen Minuten bekam ich ein leichtes zucken im linken Auge. Die Entwicklungen des Plots sind viel zu vorhersehbar. Sollte eine Wendung nicht vorhersehbar sein, dann verläuft sie zu meiner Entäuschung im Sande. Selbst der Schluss ist dermaßen dahingepfuscht, das ich hier leider nur 0,5 Punkte geben kann. Aus der Story und mit den Schauspielern hätte man viel mehr machen können. (IMHO)
Produktion (2,0 von 3,5 Punkte)
Regiesseur Tim Hunter, u.a. drehte er TV Serien wie Crossing Jordan und Chicago Hope, versuchte wirklich das Maximum aus der Vorgabe des Drehbuchs zu holen, was ihm auch gelungen ist. Er setzt die Charaktere und die Umgebung schön in Szene.
Besonders gut hat mir die Kameraführung von Denis Lenior gefallen. Die gute Arbeit hat auch bei dem Film Anatomie einer Entführung einen großen Effekt gehabt. Sehr schöne ruhige Bildführung und gekonnte Kameraeinstellungen. Wirklich nett und bitte mehr davon!
In Zusammenarbeit mit der guten Sunny Hodge als Cutterin, die eigentlich aus dem Bereich TV Serien kommt und dies scheint der Grund zu sein, das vollkommen auf schnelle Cuts verzichtet.
Darsteller (3,0 von 3,5 Punkte)
Allen voran Ray Liotta spielt wirklich sehr gekonnt gut und schlüpft hervorragend in die Rolle des mehrfachen Mörders Lee Ray Oliver. Das gibt ein Pluspunkt, denn die Ursprüngliche Besetzung sollte Matt Dillon. Also der gute Ray macht mir mit seinem irren Blick schon Angst, aber Matt Dillon kann doch niemanden vom Ofen hervorlocken.
Willem Dafoe ist wieder Willem Dafoe gewohnt lässig in seiner Rolle, spielt zwar überzeugend und seine Mimik ist heraussragend wie immer, aber ich hatte das Gefühl er würde auch lieber den Part des Bösen übernehmen. Hier und Da empfand ich ihn als gelangweilt.
Ein weitere Pluspunkt ist Michelle Rodriguez, diesmal spielt sie keine männerverschlingende Monsterbraut, sondern ein zartes, kleines Mädchen der man einfach alles vor die Füsse legt. Hat mich ziemlich überrascht, da sie wirklich immer die harte Nuss spielt und nun in einer Rosa-Kaninchen-Rolle zu sehen ist.
Zum Heimkino-Feeling:
Bild (3,5 von 3,5 Punkte)
Auf meinem Projektor lies sich der Film richtig nett anschauen. Sehr schöne Kontraste, keine Schattenbildung oder ähnliches. Also ein solides scharfes Bild, da ein sehr klarer Klamerafilter verwendet wurde. Wirklich Top! Zwar kein Referenzbild, aber im Gegensatz zu wirklich teureren Streifen sehr gelungen. Prima Schwarzwerte, da gibt es nichts zu meckern. Kann man am folgenden Bild schön erkennen, in dieser Szene verläuft die Farbe der blauen Leuchtreklame kaum mit dem schwarzen Hintergrund.
Ton (0,5 von 3,5 Punkte)
Nach der guten Kritik für das Bild, das komplette Gegenteil für den Ton. Einfach Saumäßig! Die Stimmen kommen über alle drei Front-Lautsprecher, selbst wenn der Darsteller links oder rechts im Bild steht. Die Musik ist Stereolastig mit ein paar Subwoofer-Einlagen. PENG, das wars…. Selbst die Effekte verpuffen nur so innerhalb des vorderen Bereichs. Die Rears hingen traurig an der Wand und waren sichtlich entäuscht! :-) Da muss der Tonmischer aber wirklich einen schlechten Tag gehabt haben.
Bonusmaterial/Artwork/Layout (1,0 von 3,0)
Sehr schönes und ansprechendes Cover, was mich dazu verleitete den Film zu leihen. Die Farben sind dem Film angemessen ausgewählt, auch das Motiv der deutschen DVD gefällt mir gegenüber der US besser.
Darüber hinaus find ich auch das animierte Menü sehr gelungen und wurde mit Musik hinterlegt. Ca. 40 Minuten Bonusmaterial Aber die 14 Trailer nehmen davon schon 27 min. in Anspruch und dann bleibt nur noch das kurze ca. 15 min. lange Making-Of.
Fazit
Eine wirklich gute Grundidee wurde total von den Drehbuchautoren in den Sand gesetzt. Zwar eine sehr gute Besetzung der Darsteller, aber das ist halt nur die halbe Miete. Für Freunde der ganz leichten Unterhaltung und zum einmaligen Genuss zu empfehlen. Aber zulegen muss sich die Scheibe niemand!
Übersicht Punkteverteilung
- Film 5,5 von 10 (aufgrund der guten Produktion gerettet)
- Die Punkte setzen sich wie folgt zusammen:
- 0,5 von 3,0 Punkte - Story/Drehbuch
- 2,0 von 3,5 Punkte - Produktion (d.h. Cut, Kamera, Ausstattung, Regie u.s.w.)
- 3,0 von 3,5 Punkte - Darsteller/Nebenrollen
- Die Punkte setzen sich wie folgt zusammen:
- DVD 5,0 von 10 Punkte
- Zusammengesetzt von:
- 3,5 von 3,5 Punkte - Bild
- 0,5 von 3,5 Punkte - Ton
- 1,0 von 3,0 Punkte - Bonusmaterial/Artwork(Layout)
- Zusammengesetzt von:
Siehe auch
Weblinks
- Offizielle Site zum Film
- Informationen bei Kinowelt
- Control - Du darfst nicht töten in der Internet Movie Database (IMDb)
- Control - Du darfst nicht töten in der Online-Filmdatenbank (OFDb)
- Alle deutschen DVDs von Control - Du darfst nicht töten bei dvdb.de
- Aktueller Preisvergleich aller deutschen DVDs von Control - Du darfst nicht töten bei dvdb.de
- Diese Seite wurde zuletzt am 22. August 2006 um 12:49 Uhr geändert.
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