Das Schwiegermonster (USA 2005) - Kritik von hasendeddy

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Originaltitel: Monster-in-Law

Kritik von hasendeddy.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Es gibt so Filme, die werden einem so richtig schön schlecht gemacht. Alle Medienberichte waren bei „Das Schwiegermonster“ absolut übel und das war es auch, was mich bislang vom Kauf abgehalten hat.

Doch „Never say Never“, denn in meiner Videothek werden solche schlecht verleihbaren Titel manchmal für einen Euro unters Volk geworfen. Da konnte ich dann nicht mehr nein sagen.

Ich habe ein totales Fiasko erwartet, wurde aber eher positiv überrascht – deshalb jetzt dieses Review.

Handlung

Charlotte Cantilini (Jennifer Lopez) ist eine hübsche Latina, die sich und ihr etwas chaotisches Leben mit kleinen Nebenjobs finanziert. Echte Beziehungen hatte sie schon lange nicht mehr und sie wartet eigentlich nur auf die große Liebe.

Doch plötzlich tritt der junge erfolgreiche Chirurg Kevin (Michael Vartan) in ihr Leben. Der soll es sein. Die große Liebe – sie ist sich da ganz sicher. Wie es bei ihm genauso ist, steht der baldigen Heirat scheinbar nichts im Wege.

Aber auch nur scheinbar. Viola Fields, die Mutter Kevin’s ist nämlich überhaupt nicht von der netten aber einfachen Charlotte begeistert. Ganz im Gegenteil! Sie hätte sich für ihren Sohn jemanden mit mehr Niveau und einem besseren gesellschaftlichen Stand gewünscht.

Aber sie wäre nicht Viola Fields, wenn sie diese Heirat nicht verhindern könnte – schließlich ist sie ja die „nette“ Schwiegermutter.

Kritik

Ich kann zwar gut begründete Kritik immer verstehen, doch warum dieser Film so schlecht bewertet wurde ist mir völlig schleierhaft. Denn was uns hier Robert Luketic (Natürlich blond) serviert hat ist eine sympathische Komödie die wirklich solide zu unterhalten weiß.

Die Story wird immer flüssig vorangetrieben und auch die Gags sind zum großen Teil echt witzig. Doch bei den Gags wäre auch wesentlich mehr drin gewesen. Sie sind einfach viel zu harmlos und wirken manchmal wie vorzeitig abgebrochen.

Hätte man in dieser Hinsicht noch einen drauf gesetzt, dann wäre „Das Schwiegermonster“ wirklich ein Kracher geworden. Mich ärgert so ein leichtsinnig verschenktes Potential immer. Mehr Bissigkeit und etwas mehr Schwung bitte in dieser Hinsicht – dann klappt es auch mit der hohen Wertung.

Mit Jane Fond und Jennifer Lopez spielen auch zwei erfahrene und sehr gut in diese Rollen passende Darstellerinnen mit, sodass es auch in dieser Hinsicht nicht viel zu meckern gibt. Nur Michael Vartan wirkte etwas farb- und lustlos.

Ein kleines Highlight hat der Film jedoch noch bei den Nebendarstellern zu bieten. Wanda Sykes als Ruby, die Managerin von Viola Fields, muss man einfach gesehen haben. Haare auf den Zähnen und nie um einen passenden Spruch verlegen bringt dieser „Sidekick“ immer etwas „Farbe“ in die Handlung, wenn es einmal ruhiger zu werden droht.

Was soll ich denn nun noch zu diesem Film sagen. Ich fand diese Komödie auf jeden Fall recht gelungen – etwas durchschnittlich, aber sehr unterhaltend. Die verschenkten Möglichkeiten befördern den Film „nur“ in den Durchschnittsbereich, was ja aber auch nicht wirklich schlecht ist. Wer niveauvolle Unterhaltung sucht, der wir sich „Das Schwiegermonster“ sowieso nicht antun wollen. Für unter 10 Euro kann man jedenfalls bedenkenlos zuschlagen. Für einen Euro, wie bei mir gibt es natürlich überhaupt nichts zu überlegen…

(Wer hat sich eigentlich den bekloppten deutschen Namen einfallen lassen? – Der Originalname passt viel besser – wie so oft.)

Meine DVD

Das Bild der Warner DVD gibt fast keinen Anlass zu Kritik. Nur ein leichtes Kontrastproblem (helle Flächen neigen zum überstrahlen) konnte ich feststellen. Schärfe und Kompression sind aber in Ordnung.

Den gut verständlichen Ton gibt es in Deutsch und Englisch (Dolby Digital 5.1) auf die Ohren. Aufgrund der dialoglastigkeit des Films, kommt aber fast der ganze Sound von den Frontlautsprechern. War ja auch nicht wirklich anders zu erwarten.

Beim Bonus ist Vielfalt und vor allem Masse angesagt. Satte 70 Minuten geht das Bonusmaterial, welches ich aber wie immer aus Zeitgründen nicht auf seine Qualität hin prüfen konnte. Hier die Fakten:

Fazit

Das Schwiegermonster“ war weit nicht so schlecht wie ich befürchtet hatte, oder wie es der Deutsche Titel vermuten ließe. Es ist eine leicht überdurchschnittliche und vor allem harmlose Hollywood-Komödie, welche leider zu zahm daherkommt und somit unter ihrem an sich großen Potential geblieben ist.

Wären die Gags nur ein wenig bissiger gewesen, dann hätte der Film bei mir voll punkten können. So hatte ich immer den Eindruck, dass mitten in einem sorgfältig vorbereiteten Gag abgebrochen wurde – Schade!

Die Schauspielerriege war mit Jane Fonda und Jennifer Lopez gut ausgesucht und absolut passend. Unterhalten konnte mich der Film auch ganz gut. Daher kann ich die vernichtenden Kritiken wirklich nicht nachvollziehen. Es kann eben nicht alles ein Meisterwerk sein. Der Film hat sein eigentliches Ziel bei mir voll erreicht. Unterhaltung.

5,5/10 Punkten

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  • Diese Seite wurde zuletzt am 16. September 2006 um 14:44 Uhr geändert.
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