Die Insel (USA 2005) - Kritik von Smu
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Kritik von Smu vom 04.09.2005.
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Hintergrund
Gestern Abend fand ich zusammen mit zwei Freunden den Weg in die Spätvorstellung des CineStar Stade, Die Insel wurd' geschaut, weil es der einzige Film war, den noch keiner von uns gesehen hatte.
Story
Wir schreiben das Jahr 2019. Die Genetik ist soweit, dass es mittlerweile möglich ist perfekte Klone binnen kürzester Zeit heranzuzüchten. Reiche Menschen können sich so für den Ernstfall eine "Lebensversicherung" erschaffen lassen. Allerdings wird ihnen vorenthalten, dass ihre Klone tatsächlich fühlen, leben und menschlich sind. Eines Tages brechen zwei Klone, welche bisher mit der Lüge, dass sie die letzten Überlebenden einer globalen Kontamination seien, lebten, aus und suchen nach ihren menschlichen Ebenbildern.
Darsteller
Die beiden Hauptdarsteller in Form von Ewan McGregor und Scarlett Johansson waren mir bisher nur aus jeweils einem Film bekannt. Ewan McGregor war mir besonders sympathisch und auch den Kontrast seiner Doppelrolle konnte er sehr gut herausspielen - trotz der augenscheinlichen Ähnlichkeit verbarg schon das Nonverbale zwei völlig verschiedene Seelen.
Scarlett Johansson, welche scheinbar den ganzen Film hindurch zwei prall gefüllte Luftballons versteckte, war zwar auch nett anzusehen, hätte aber wohl auch von jeder anderen x-beliebigen Hollywood-Schönheit dargestellt werden können.
Die Nebenrollen fielen weiterhin gut aus: Sean Bean, den ich peinlicher Weise, trotzdessen ich seinen Namen noch im Vorspann gelesen hatte, erst in einer Szene, welche mich an Equilibrium erinnerte, erkannte, gab sehr überzeugend den sich Gott-gleich-fühlenden Merrick.
Dann gab es da noch Steve Buscemi, der sicherlich auch anderen schon in seinen bisherigen Filmen positiv auffiel war auch hier sehr gut in der Darstellkunst.
Zu guter letzt gab es dann für mich auch noch eine Neuentdeckung in Form von Djimon Hounsou, welcher sich aber gerade, als ich mal bei imdb geschaut habe, doch gar nicht als Neuentdeckung herausstellt, da ich ihn unter anderem schon in Constantine und Gladiator gesehen habe. Nun fällts mir wie Schuppen von den Augen ;-)
Effekte
Der Film strotzt an einigen Stellen nur so vor Special-Effects. Hier geht in nicht wenigen Szenen zwar die Logik verloren und das Gehirn benötigt Ruhephasen, da man andernfalls nicht von dem "Was für ein Schwachsinn"-Gedanken loskommt, aber trotzdem ist das alles schon sehr schön gemacht. Zwar nichts weltbewegendes á la Krieg der Welten aber schon nicht schlecht.
Bild / Gestaltung
Bis auf eine einzige Szene, welche ich als recht unscharf empfand bot Die Insel sonst durchgängig ein gutes Bild. Es gab zahlreiche schöne Einstellungen und auch die Sets waren mit viel Kreativität und Einfallsreichtum kreiert worden.
Ton
Nichts besonderes, enttäuschend.
Erzwählweise
Die Insel hat einen gewissen Grad an Anspruch, den man durchaus erst mal bewältigen muss und der vielleicht für viele nichts ist. Denn die ersten, schätzungsweise, 30 bis 45 Minuten ist der Film sehr ruhig und es gibt null "Action". Stattdessen lernt man die Welt der Klone feinsäuberlich kennen, was ich als durchaus gut erachte - aber wie gesagt: Manchen könnte es zu langatmig sein.
Der restliche Ablauf war ganz in meinem Sinne, jedoch hätte Die Insel nach meinem Geschmack, obwohl schon Überlänge, ruhig noch zehn Minuten länger sein können.
Product-Placement
I, Robot lief ganz klar James Bond den Rang ab und nun schießt Die Insel eben diesen im hohen Bogen vom Thron: Solch ein derbstes und vor allem auch offensichtliches Product-Placement habe ich noch nie erlebt und erst recht nicht in dieser Penetranz.
An einigen Stellen hat man sich schon an Getränkewerbungen erinnert gefühlt, weil die Kamera so demonstrativ die Flaschenetiketten zeigte. Von MSN, Chevy, Land Rover, Puma und den vielen anderen Sponsoren ganz zu schweigen.
Fazit
Wirklich ein Film der besseren Sorte, aber auch mit klaren Schwachstellen.
Zur Einleitung (den ersten 30 bis 40 Minuten) noch so viel: Würde ich mir die Die Insel irgendwann Zuhause noch mal anschauen, würde ich die ersten dreißig Minuten überspringen, denn das was da gezeigt wird braucht man nur einmal sehen.
08 von 10 Punkten
Siehe auch
Weblinks
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