Elizabethtown (USA 2005) - Kritik von hasendeddy
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(Originaltitel: Elizabethtown)
Kritik von hasendeddy.
Inhaltsverzeichnis |
Hintergrund
Seit ich damals den Trailer zu “Elizabethtown” gesehen habe, steht dieser Film von Cameron Crowe fest auf meiner Wunschliste. Nun ist er also herausgekommen.
In der Presse war der Film mit den unterschiedlichsten Bewertungen bedacht worden, sodass ich mir kein einheitliches Bild machen konnte. Man hat allerdings öfters lesen können, dass Vergleiche zu „Garden State“ gemacht wurden.
In der Ofdb hat der Film nur eine Bewertung von 6,96 und in der Imdb waren die User zu einer Note 6.3/10 gekommen. Hmmm…der Trailer hat damals nach mehr ausgesehen…
Allgemeine Infos
Regie: Cameron Crowe
Buch: Cameron Crowe
Filmographie von Cameron Crowe:
- Elizabethtown (2005)
- Vanilla Sky (2001)
- Almost Famous - Fast berühmt (2000)
- Jerry Maguire - Spiel des Lebens (1996)
- Singles - Gemeinsam einsam (1992)
- Teen Lover (1989)
Darsteller:
- Orlando Bloom - Drew Baylor
- Kirsten Dunst - Claire Colburn
- Susan Sarandon - Hollie Baylor
- Alec Baldwin - Phil DeVoss
- Bruce McGill - Bill Banyon
- Judy Greer - Heather Baylor
- Jessica Biel - Ellen Kishmore
- Paul Schneider - Jessie Baylor
Handlung
Drew Baylor (Orlando Bloom) ist Designer von Sportschuhen. Als seine neueste Kreation bei den Kunden total floppt und er damit seiner Firma einen Schaden von rund einer Milliarde Dollar beschert, ist dies nur der Anfang einer beispiellosen Pechsträne.
Zunächst wird er natürlich gefeuert, dann verlässt ihn seine Freundin. Als er daraufhin deprimiert zu Hause angekommen ist und seinem Leben ein Ende setzen will, bekommt er einen Anruf seiner Schwester die ihm unter Tränen mitteilt, dass sein Vater gestorben ist.
Weil ihn der Vater zu seinen Lebzeiten mit den Formalitäten seines Nachlasses betraut hat und er für die Beerdigung noch den Anzug in die Heimatstadt seines Vaters "Elizabethtown" bringen muss, verschiebt Drew sein eigenes Ableben und reist in die alte Südstaatenheimat.
Auf dem schlecht ausgebuchten Flug (er ist der einzige Fluggast) lernt er die hübsche und lebensfrohe Flugbegleiterin Claire (Kirsten Dunst) kennen und sie verliebt sich auch offensichtlich in ihn.
In der kleinen Provinzstadt war sein Vater anscheinend sehr beliebt. Doch die Verwandten sind ein ganz eigenes Völkchen mit dem er so seine Schwierigkeiten hat. Da findet er die Telefonnummer von Claire – sie soll ihm Trost und Stütze sein – er kennt ja niemanden anderes in dieser Stadt. Sie hilft ihm aber mehr, als er gedacht hat...
Kritik
Nach dem Trailer hatte ich eine Mischung aus romantischem Liebesfilm und „Garden State“ erwartet. In vielen Kritiken wird dem Film eine „Wohlfühlatmosphäre“ angedichtet, von der ich aber (leider) nichts feststellen konnte. Die meisten Beschreibungen der Kritiker treffen auf diesen Film nicht so ganz zu.
Es kommt zwar eine schöne, wie auch ungewöhnliche Liebesgeschichte vor, diese ist aber meiner Meinung nach nicht die Hauptsache des Films, sondern soll nur ein wenig positive „Vibrations“ vermitteln.
Die eigentliche Hauptaussage des Romanze/Dramas ist dann die Suche nach den wirklich wichtigen Dingen im Leben - und da gehört die Liebe nun mal dazu. Ab und an sind zum Glück auch lustige Elemente vorhanden, die aber nur zu einem leichten Lächeln anregen können, dem Film aber eine gewisse Leichtigkeit verleihen.
Schauspielerisch wurde eine sehr gute Crew verpflichtet, wobei ich Kirsten Dunst aber herausheben möchte. Sie spielt einfach göttlich und ist einfach nur zum knuddeln! Toll gemacht!
Als einen der größten Pluspunkte möchte ich dann aber den genialen Soundtrack angeben. Er unterstützt die Handlung perfekt und gibt diesem Film sein ganz besonderes Flair.
Es ist diese Mischung aus ruhiger, melancholischer Handlung, passender Musik und den tollen Schauspielern, die diesen Film zu etwas Besonderem machen. Kein Meisterwerk, aber sehr gute Unterhaltung. Die Handlung und Aussage des Films hat mich aber doch eher etwas „hinuntergezogen“ und zum Nachdenken angeregt (mich wenigstens – könnte auf andere Zuseher anders wirken).
An die Qualitäten eines „Garden State“ kommt dieses Werk natürlich nicht ganz heran – Der Soundtrack ist jedoch Oscarverdächtig.
Meine DVD
Als erstes hat es mich wieder einmal fürchterlich geärgert, dass auf dem Cover dieser Paramount Veröffentlichung „Collector’s Edition“ steht. Es gibt keine andere Veröffentlichung dieses Films und „Collector“ würde für mich wenigstens Extramaterial in Form von Booklet oder Postkarten bedeuten. Nichts gibt’s – nur die nackte Disk – nicht einmal eine Kapitelübersicht. Das grenzt für mich schon an Betrug!
Bei der Technik der Disk hat Paramount erwartungsgemäß keine Fehler gemacht – schließlich sind sie ein Majorlabel – obwohl – Warner ist das ja auch…). Beim Bild sind mir jedenfalls keine Fehler aufgefallen. Die Farben sind eher blass, was aber sicher so gewollt war. Kontrast, Schärfe – alles im grünen Bereich.
Der Ton in Deutsch, Englisch, Türkisch (Dolby Digital 5.1) ist sehr gut abgemischt und besonders der geniale Soundtrack kommt sehr gut zur Geltung. Man darf von diesem ruhigen Film natürlich kein Effektfeuerwerk erwarten.
Bei den Extras gibt es nur gewohnte Standartkost (Ich weiß wirklich nicht was hier die Bezeichnung „Collectors Edition bedeuten soll)
- Stützräder
- Triff die Crew
- Erweiterte Szenen
- Fotogalerie
- 2 Trailer
…das war’s dann schon…es hat mich aber nicht weiter interessiert, deshalb kann ich über die Qualität der Extras auch nicht viel sagen.
Fazit
Die Geschichte weist tatsächlich viele Parallelen zu „Garden State“ auf. Die Reise zur Beerdigung und die gesamte Atmosphäre sind sich schon sehr ähnlich (Irgendwie auch wie „Love Song for Bobby Long“).
Was der Film bei mir aber nicht auslösen konnte, ist die überall zitierte „Wohlfühlatmosphäre“. Ganz im Gegenteil – mir kam der Film leicht Negativ vor und die Grundstimmung bleibt eher düster. Natürlich ist Kirsten Dunst immer das positive Element, doch der deprimierende Part überwiegt fast bis zum Schluss. Ob das vom Regisseur so gewollt war weiß ich nicht – ich denke aber schon. Man sollte halt nicht so viel auf andere Kritiken geben.
Schauspielerisch sind die Darsteller natürlich erste Klasse und passen perfekt in ihre Rollen. Kein Wunder bei den großen Namen.
Ein ruhiger, atmosphärisch dichter Film, der Fragen über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens aufwirft. Manchmal lustig, großteils aber melancholisch. Ich wurde gut unterhalten und kann den Film für ruhige Stunden durchaus empfehlen.
Allerdings hätte ich nach dem Trailer etwas anderes erwartet…
7/10 Punkten
Weblinks
- Diese Seite wurde zuletzt am 12. September 2006 um 09:36 Uhr geändert.
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