Hollow Man - Unsichtbare Gefahr (USA 2000) - Kritik von Gorygrunt
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Kritik von: Gorygrunt
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Hintergrund
Aus aktuellem Anlass, nahm ich mir den folgenden Film vor. Da die Produktion zu HOLLOW MAN 2 unter dem deutschen Regisseur Claudio bereits in den Startlöchern steckt und der Film 2006 noch in die Kinos soll. Fäh Dieser teilte meine Meinungen über die Produktion und der Story.
Story (2,0 von 3,0 Punkten)
In einem von der Egierung finanziertem Labor versucht Dr. Sebastian Caine (gespielt von Kevin Bacon) die Geheimnisse der Unsichtbarkeit zu erforschen. Der egozentrische Wissenschaftler hält sich selbst für Gott. Die Schwierigkeit an der Forschung ist nicht Objekte oder Lebewesen unsichtbar zu machen, größere Probleme bereitet die Rückwandlung. Mit einem kleinen Team aus Wissenschaftlern, darunter seine ehemalige Lebensgefährtin Linda McKay (Elisatbeth Shue), wird nun nah der Lösung gesucht. Als bei einem Experiment mit einem Gorilla, das erste Mal ein Erfolg zu verzeichnen ist, will Dr. Caine den nächsten Schritt wage. Die Verwandlung und Rückwandlung eines Menschen. Dr. Caine wird diesen Test an sich selbst durchführen lassen, da er der erste sein will.
Nach der erfolgreichen Transformation und einigen Tests in der Unsichtbarkeit soll er wieder sichtbar gemacht werden, doch dies geht schief und die Rückwandlung bleibt aus. Leider muss er in diesem Zustand länger als erhofft verharren und seine Psyche scheint darunter zu leiden. Plötzlich empfindet er Spass daran und nutzt seine derzeitige Erscheinungsform aus, denn nun hält er sich wirklich für einen Gott.
Diese Art von Story wurde schon so oft in einem Film behandelt, das es mich langsam ermüdete. Diese Unsichbare Mann Legende, mmuuuuuaaahhhh gähn! Doch weit gefehlt!
Die Geschichte verläuft ein klein wenig anders als in den vorangegangenen Verfilmungen des Stoffes. Die Entwicklungen sind recht rasant und mit sehr spannenden Elementen ausgeschmückt. Auch die Entwicklung des Charakters von Dr. Sebastian Caine wird nicht vernachlässigt. Ganz langsam wird deutlich wie seine ohnehin schon sehr exzentrische und egoistische Art sich zu etwas noch Schlimmeren entwickelt.
Die Erzählstränge sind schön auf den Punkt gebracht, kein Intellektuelles-Möchtegern- Gelaber. Keine in die Länge gezogenen Dialoge. Die Geschichte wurde sehr sehr einfach gehalten, doch durch die Inszenierung unseres holländischen Lieblings-Provokations- Regisseuren Paul Verhoeven, entstand ein recht spannender und unterhaltsamer Film.
Diese einfache, aber sehr wirkungsvolle Story stammt aus der Feder von [[Gary Scott Thompson]] und Andrew W.Marlowe.
Gary Scott Thompson konnte denselben Stil schon in THE FAST AND THE FURIOUS plus seinem Nachfolger 2 FAST 2 FURIOUS als Positiv in seinem Zeugnis bewerten. Von ihm stammt auch die Vorlage von dem Geheimtip SPLIT SECOND. Ein äusserst guter B-Movie mit B-Superstar Rutger Hauer. Andrew W.Marlowe dürfet den meisten bekannt sein für END OF DAYS und AIRFORCE ONE, die dem Verfahren von seinem Partner Gary Scott Thompson ähneln.
Produktion (3,0 von 3,5 Punkten)
Paul Verhoeven, der schon so manche Juristenkommision und die Leute der FSK in den Wahnsinn trieb, zeigt sich diesesmal von einer etwas sanfteren Seite. Nicht falsch verstehen, der Film hat schon einen gewissen Grad an Gewalt, doch im Vergleich zu anderen seiner Werke eher harmlos. Ihm ist durch einen besonders guten Handgriff ein exzellentes Special Effects Spektakel gelungen, wie er es schon öfter bewiesen hat. (Bis auf einen kleinen Ausrutsche SHOW GIRLS!). 1985 erschien sein Debut FL*SH AND BL**D, welches die Gemüter durch einige Gewaltdarstellungen sehr heftig erregte. Sein Durchbruch gelang ihm aber erst zwei Jahre später mit R*BOC*P, der ebenfalls durch die expliziten Bilder hervorstach. Doch er konnte sich immer weiter steigern: 1990 TOTAL RECALL, gefolgt von BASIC INSTINCT und SHOW GIRLS. Sein größter und innovativster Erfolg wurde aber von ST*RSH*P TR**PERS gekrönt.
In all seinen Filmen hatte er seine rechte Hand dem Kameramann Jost Vacano zur Aufnahme angewiesen. Das besondere an dem Mann sind die großartigen farbenfrohen und kontrastreichen Aufnahmen jeder einzelnen Szene. Dieser kommt auch ohne großartigen Kameraschwenks oder sonstiges. Immer eine ruhige Führung der Linse – bemerkenswert! An der visuellen Darstellung gibt es IMHO nichts zu meckern. Siehe auch DIE UNENDLICHE GESCHICHTE und DAS BOOT!
Cutter Mark Goldblatt wurde damals nach dem Disaster-Cut in BASIC INSTINCT, statt Frank J. Urioste in allen zukünftigen Filme von dem Pauile eingesetzt. Solide und traditionelle Arbeit. Zu seinem besten Werk(en) gehört TERMINATOR 2 und PEARL HABOR.
Special Effects Supervisor Stan Parks (JUMANJI und WOLF) und sein Kollege Hans Metz (INDEPENDCE DAY, MATRIX RELOADED) arbeiteten in diesem Film das erste Mal zusammen, danach traf man sich wieder bei BIG FISH und DER FLUG DES PHOENIX. Die Effekte erfüllten ihren sinngemäßen Zweck und zauberten angenehme Illusionen, da kein Fehler von mir erkannt werden konnten. Sie legten den Grundstein für die digitale Weiterverarbeitung für das Team der Visuellen Effekte.
Dieses Team um Supervisor Craig Hayes konnte mich nicht in allen Punkten zufriedenstellen. In den Szenen in denen der unsichtbare Darsteller von Wasser eingehüllt ist (Sprinkleranlage oder Swimmingpool) und man sieht seine Bewegungen nur schemenhaft, sind diese ein wenig stockig aufbereitet und wirken nicht sehr flüssig. Ein Pluspunkt sind die Animationen der Wandlungen in die Unsichtbarkeit und wieder zurück. Wobei ein Gerücht im Umlauf ist das diese Animationstechnik weiterentwickelt wurde um sie in Medizinstudien zu verwenden. Das kann ich allerdings nicht bestätigen, da ich noch keine Quelle gefunden habe. Craig Hayes’s Outputs können sich ansonsten allesamt sehen lassen: DAS GEISTERSCHLOSS (die Review findet ihr hier bei wiki.dvdb!), MATRIX RELOADED und besonders die Computeranimationen bei JURASSIC PARK.
Die Musik wurde wieder von Jerry Goldsmith komponiert! U.a. DAS GEISTERSCHLOSS und DER 13th KRIEGER.
WICHTIG! HINWEIS! Für alle die sich fragen, wo der Unterschied in den Spezial Effekte und den Visuellen Effekten besteht. Ganz einfach!
Die Spezial Effekte werden direkt am Set eingesetzt um eine bestimmte Illusion zu erzeugen.
Als Beispiel: Bei dem Film Godzilla (von Roland Emmerich) hüpfen die Autos bei jedem Schritt des Monsters auf und ab. Dies wurde mithilfe von pneumatischer Technik unter den Autos geschafft. In ca. 90 Prozent der Fälle werden diese Effekte nicht mit der Computertechnik nachbehandelt, sondern entstehen fertig in der Post-Produktion (so nennt man den Dreh und die Vorbereitungen, blablabla)
Visuelle Effekte sind heutzutage meist Computeranimierungen, damals auch Stop- Motion-Animationen u.s.w. Diese entstehen entweder parallel zum Dreh oder hinterher!
Darsteller (2,0 von 3,5 Punkten)
Das Allround-Talent Kevin Bacon wollte unbedingt die Rolle in diesem Film. Er hat sich nicht übernommen, wobei man sein mimisches Spiel hier nicht so richtig bewerten kann, da er ja unsichtbar ist. Dennoch kann man anhand des O-Tons erkennen, dass er sich dort umsomehr ins Zeug gelegt hat. Überzeugende Arbeit! Seine Karriere begann mit einer Nebenrolle in FRE*T*G , der 13th im jahre 1980. Seine Rollen in MYSTIC RIVERS, SLEEPERS oder ECHOES bestätigen sein Können in Charakterdarstellungen in FLATLINERS und TREMORS zeigt er wieder ein ganz anderes Gesicht.
Neben Kevin Bacon finden wir noch Elisabeth Sue, die die Rolle der ehemaligen Lebenspartnerin des Protagonisten spielt. Auch sie vollführt gewohnte Ausdruckstärke, na ja halt was die Rolle nur so zulässt. Aber in HIDE AND SEEK, THE SAINT (mit [[Val Kilmer]]) und LINK, DER BUTLER kann man etwas mehr von ihrer Darbietung geniessen. Ein kleiner Tip: Schaut euch nochmal die Mutter (Dies ist ein Fehler! Sie spielte die Freundin! Danke @katzenjogi ) von Marty McFly in ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT Teil 2+3 an.
Dritter im Bunde ist Josh Brolin der in diesem Film nicht glänzen kann. In MIMIC von 1997 konnte er mehr erreichen und leistete eine gute Darstellung, noch besser in FREEZE mit Ewan McGregor. Seine erste Rolle war in THE GOONIES zu bewundern.
Bild (3,0 von 3,5 Punkten)
Ungefähr 113 Minuten lang wird uns ein sehr schönes Bild geboten. Die Bildschärfe ist in der unteren Oberklasse anzusiedeln und zaubert ein wenig Plastizität der Szenerie. Format in diesem Falle 1,85:1 (16:9) bietet einen enormen Farbumfang an dezenten Farben, die auch so wiedergegeben werden, ohne dabei an Kontrasten zu verlieren. Keine Bildung von Artefakten, durchs Bild schwebende Pixel oder sonstige Fehler auf der Leinwand.
Ton (2,5 von 3,5 Punkten)
Die als AC-3 kompremierten Tonspuren (Dolby Digital) in 5.1 kommen sauber und rauschfrei vom Verstärker durch die Lautsprecher ins Wohnzimmer/Keller. Die Klangkulisse aus den Rearlautsprechern wirkt ein wenig gedämpft und abgedunkelt. Vom vorderen Bereich her, gibt es keine Mängel. Die drei Kanäle (Center, Front Links und Front Rechts) arbeiten harmonische zusammen und schiessen sich exakte Wechsel zu, unterstützend vom Subwoofer. Dies erzeugt eine sehr schöne Dynamik im Spiel der Effektsounds. Auch der Score kommt perfekt eingebettet in die Effekte zum Vorschein.
Bonusmaterial/Artwork/Layout (1,5 von 3,0 Punkten)
Sehr geiles Menu mit den Atommodellen. Das Cover entspricht meinem Geschmack nach nicht der enthaltenen Geschichte auf der DVD, ist aber schön schlicht gehalten. Das Bonusmaterial dürfte für manche nicht ausreichend genug sein:
Zwei Audiokommentare (natürlich auch vom Paule), Making Of mit immerhin einer Länge von 40 Minuten, sehr geil die Szenen mit den Vergleichen einzelner Szenen mit und ohne Effekte (ca. 4 Min.) und die gehabten Trailer/Teaser.
Fazit
Eine tausendmal verfilmte Geschichte wird hier durch kleine Abänderungen und genialen Effekten zu einem schönen Kinoabend. Auch mit gutem Bild und passablen Sound kann gedient werden. Nicht nur Verhoeven Fans, sondern auch Anhänger des Thrillers sollten ihn zumindestens einmal gesehen habe. Irgendwie typisch untypisch Paul Verhoeven!
Übersicht Punkteverteilung
- Film 7,0 von 10
- Die Punkte setzen sich wie folgt zusammen:
- 2,0 von 3,0 Punkten - Story/Drehbuch
- 3,0 von 3,5 Punkten - Produktion (d.h. Cut, Kamera, Ausstattung, Regie u.s.w.)
- 2,0 von 3,5 Punkten - Darsteller/Nebenrollen
- Die Punkte setzen sich wie folgt zusammen:
- DVD 7,0 von 10 Punkten
- Zusammengesetzt von:
- 3,0 von 3,5 Punkten - Bild
- 2,5 von 3,5 Punkten - Ton
- 1,5 von 3,0 Punkten - Bonusmaterial/Artwork/Layout
- Zusammengesetzt von:
Siehe auch
Weblinks
- Hollow Man - Unsichtbare Gefahr in der Internet Movie Database (IMDb)
- Hollow Man - Unsichtbare Gefahr in der Online-Filmdatenbank (OFDb)
- Alle deutschen DVDs von Hollow Man - Unsichtbare Gefahr bei dvdb.de
- Aktueller Preisvergleich aller deutschen DVDs von Hollow Man - Unsichtbare Gefahr bei dvdb.de
- Diese Seite wurde zuletzt am 22. August 2006 um 13:23 Uhr geändert.
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