Kiss of Death (USA 1995) - Kritik von Smu

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Kritik von Smu vom 16.09.2006.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Es ist ja wirklich lästig, dass immer alle guten Filme gleichzeitig im Fernsehen kommen, oder, dass man immer dann etwas vorhat, wenn ein Film kommt, den man schon seit Langem sehen wollte. Zum Glück hab ich seit ein paar Monaten einen Festplattenrecorder und bin dieses Problem seitdem los.

Heute Abend habe ich mir dann nun meine Aufzeichnung der letzten Ausstrahlung von Kiss of Death, einem der Filme, die schon seit einiger Zeit auf meiner Liste stehen, angesehen.

Handlung

Jimmy Kilmartin (David Caruso) ist professioneller Autoknacker, doch entschließt sich zum Wohle seiner kleinen Familie auszusteigen. Mittlerweile gehören sämtliche kriminellen Machenschaften der Vergangenheit an, doch sein Cousin Ronnie (Michael Rapaport) hat Ärger am Hals und bittet ihn um Hilfe. Er soll nichts weiter tun als einen Lastwagen mit geklauten Autos zu fahren - ein Job, der keine zwei Stunden dauern sollte. Doch Jimmys Beifahrer schießt einen Polizisten (Samuel L. Jackson) an und er wandert in den Knast. Kurz vor der Entlassung will die Polizei ihn als Spitzel anheuern, um so den großen Fisch Little Junior Brown (Nicolas Cage) aus dem Verkehr zu ziehen. Jimmy entschließt sich den Deal anzunehmen.

Kritik

Darsteller

Kiss of Death bietet eine breite, bekannte Darsteller-Riege, wie kaum ein zweiter Film. Die Hauptrolle des Jimmy Kilmartin ist mit Rotschopf David Caruso, heute besonders bekannt durch C.S.I.: Miami, besetzt. Caruso spielt seine Rolle gut und beweist ebenso wie in Sein Name ist Mad Dog, den ich unlängst sah, dass er vielseitig sein kann. Störend, wie bei nahezu allen Rollen des Films, ist seine Synchronstimme (Torsten Sense), wobei zu erwähnen ist, dass Lutz Mackensy allerdings auch zuviel Coolness für diese Rolle gehabt hätte.

In den zwei größeren Nebenrollen sind Samuel L. Jackson als Polizist und Nicolas Cage als Gangster zu sehen. Samuel L. Jackson spielt, wie nahezu immer, solide und ist wie immer anders. Er hält sich allerdings angemessen im Hintergrund und lässt dem, sich grundsätzlich weniger profilierenden, David Caruso mehr Spielraum. Selbiger ist besonders im direkten Aufeinandertreffen mit Nicolas Cage, der wunderbar böse spielt, sehenswert. In weiteren Nebenrollen finden sich Michael Rapaport, den ich seit True Romance und This Girl's Life (Kritik) liebe und Oscar-Preisträgerin Helen Hunt (erinnerte mich kurzzeitig an ihre Darstellung in Besser geht's nicht). Ebenfalls erstaunlich abwechslungsreich im Vergleich zu ihrer Paraderolle der Detective Alexandra Eames aus Criminal Intent fand ich Kathryn Erbe, was allerdings auch an den grundverschiedenen Synchronstimmen gelegen haben kann.

Des Weiteren waren noch viele bekannte Gesichter, welche aber nicht besonders durch ihre Leistung hervorstachen, vertreten. So wären da Stanley Tucci, unter anderem bekannt aus Terminal und Ving Rhames, der einem aus Pulp Fiction und der Mission: Impossible-Trilogie ein Begriff sein sollte. Weiter wären da noch Boston-Public-Mime Anthony Heald, Kevin Corrigan (Eddie Finnerty aus Keine Gnade für Dad) und Philip Baker Hall, unter anderem bekannt als Jimmy Gator in Magnolia, neben vielen anderen zu erwähnen.

Story

Eines kann Kiss of Death auf jeden Fall: überzeugen. Bereits in den ersten zehn Minuten wird der Zuschauer zum Mitgefühl bewegt und reist auch durch den restlichen Film mit durch das ständige Auf und Ab. Die Geschichte ist hierbei stets kurzweilig und bietet auch ungeahnte Wendungen. Ohne viel verraten zu wollen, lässt sich doch sagen, dass einem rund anderthalb Stunden gute Unterhaltung mit einer ausreichenden Menge Spannung geboten wird. Erwähnenswert sei noch, dass trotz der FSK-16-Freigabe der Film nicht so brutal ist, wie er oft bei den einzelnen Ausstrahlungen im Fernsehen angepriesen wird. Zwar ist die Freigabe gerechtfertigt, doch strotz der Film nicht vor Gewalt.

Fazit

Mit Kiss of Death kann man nicht viel falsch machen. Neben einer guten, abwechslungsreichen und nie langweiligen Handlung bietet der Film auch eine durchaus gute Besetzung. Einzig die deutsche Synchronisation kann einem auf die Ohren gehen, da sich für die heute recht bekannten Darsteller andere Stimmen etabliert haben - der Kauf der DVD ist somit, auch wegen des O-Tons, nicht verkehrt.

07 von 10 Punkten

Siehe auch

Weblinks

  • Diese Seite wurde zuletzt am 17. September 2006 um 01:23 Uhr geändert.
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