Larva (USA 2005) - Kritik von Gorygrunt

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Kritik von: Gorygrunt

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

In der Videothek stöbernd, bin ich auf diesen Film gestossen. Eigentlich hatte mich nur das Cover sehr angesprochen.

Aber leider….

Story (1,0 von 3,0 Punkten)

Ein junger motivierter Tierarzt erhält eine neue Stelle im Provinznest Host. Gleich bei seiner Ankunft wird er zu einem Farmer gerufen, der Probleme mit seinen Rindern hat. Der Veterinär Dr. Eli Rudkus entdeckt ungewöhnliche Parasiten, die alle Tiere in der Umgebung befallen. Alle Farmer in dieser Kleinstadt bekommen kostenlos genmanipuliertesFutter für die Rinder, dies ist eine Pilottestreihe für einen ansässigen Landschaftskonzern namens Tender Meats. Das Futter soll einen besseren Wachstum und besseren Geschmack beim Rindfleisch bewirken. Als sich herausstellt, dass dieses Futter für den Parasitenbefall verantwortlich ist, versucht Dr. Rudkus mit dem Besitzer des Konzerns zu sprechen. Dieser weist aber alle Vorwürfe zurück und da er durch seine Versprechen dem kleinen Örtchen eine Menge Geld zu bringen, alle Farmer auf seiner Seite hat, hört niemand die Warnungen des Tierarztes. Plötzlich werden auch die Menschen durch den Fleischverzehr von diesem Parasiten betroffen, aber der Parasit hat sich weiterentwickelt… Nun versucht Dr.Rudkus mit der Hilfe von Farmer Jacob Long die Katastrophe aufzuhalten.


Wie gesagt, war ich vom Cover sehr angesprochen. Die wenigen Angaben zur Story auf der Rückseite der DVD Hülle konnten nicht so wirklich viel Auskunft geben. Also hatte ich es trotzdem gewagt.

Dies ist eine ganz typische Großstädter-kommt-in-eine-amerikanische Kleinstadt-Tier- Monster-Horror-Geschichte, die immer nach demselben Muster abläuft. Bevor ich den film auseinander nehme, schauen wir uns das typische Muster mal genauer an:

Richtlinien eines US-Kleinstadt-Monster-Horrors

1. Ein neuer Bewohner aus der Großstadt oder ein ehemaliger Ureinwohner erscheint plötzlich in der Kleinstadt.

Dann gibt es zwei Möglichkeiten:

Option A Ein ehemaliger Ureinwohner, der z.b. aufs College gegangen ist und nun eine große Karriere gemacht hat, oder auch komplett Pleite ist, wegen einer Liebe weggezogen ist und nur zurückkommt weil jemand im Sterben liegt, gestorben ist oder Hilfe auf der Farm benötigt us.w.

Option B

Ist es ein Fremder, spricht sich dies in dem Nest rum, überall wo er hinkommt, wird er sehr mistrauisch beäugt und jeder scheint ihn zu kennen. Denn es heisst dann immer „Sie sind doch……..aus………und haben die alte Mc……….-Farm gekauft!“

Dem Fremden fällt es schwer sich in die bestehende Gesellschaftsordnung in diesem Nest zu intergrieren. Dies passt auf unseren Film hier.

2. Ganz langsam verschwindet ein Kleinstädter nach dem anderen, vorallem sind es immer Farmer die etwas ausserhalb des Ortes wohnen.

3. Der Fremde/Ex-Ureinwohner bemerkt als einziger das schon erwähnte Problem (dies sind vorzugsweise Spinnen, Schlangen, Fledermäuse, Heuschrecken oder Ausserirdische Wesen/Monster blablabla.)

4. Der Fremde/Ex-Ureinwohner beruft grundsätztlich eine Bürgerversammlung im Rathaus ein. Auf dieser Versammlung geht es zunächst sehr ruhig zu, bis sich entweder der Bürgermeister, ein Konzernchef, der Vorsteher der Farmer oder der Sheriff zu Wort melden und die aufgebrachten Farmer/Einwohner auf ihre Seite ziehen. Das Problem wird von keinem Ernst genommen und alle hassen den Fremden/Ex-Ureinwohner.

Es kommt aber hin und wieder vor, dass immer einer aus der Kleinstadt dabei ist, der diesem Problem glauben schenkt! Dies sind meistens zu 85% auch die Rollen, die das Ende des Films nicht überleben.

5. Nun macht sich der Fremde/Ex-Ureinwohner auf, um das Problem selbst in den Griff zu kriegen, doch dann ist es meist schon zu spät.

6. Das Problem (Spinnen, Schlangen, Aliens oder sexhungrige Teenies) überfällt jetzt die Stadt, es bricht ein riesiges Chaos aus.

7. Einige Nestler können dem ganzen entkommen und flüchten an einen sicheren Ort, der da z.b. wäre: Einkaufszentrum, Kirche, Rathaus u.s.w. auch der Fremde/Ex- Ureinwohner ist unter den restlichen Überlebenden.

8. Grundsätzlich gilt:

Es gibt KEINE Möglichkeit für die Kleinstadt Hilfe von ausserhalb zu holen, weil: Telefonmasten gebrochen, die Stadt befindet sich im Tal und man hat keine Möglichkeit zu funken, der Postbote ist oft schon tot und die einzige Hoffnung ist es jemanden loszuschicken um Hilfe zu holen, dieser wird aber unterwegs irgendwie gefressen (oder ähnliches!).

9. Ein Plan zur Vernichtung der Bedrohung wird geschmiedet! Der sieht oft so aus, das man die ganze Brut irgendwo einsperrt (Mine, Höhlen, Einkaufszentrum, etc.) und die Bude in die Luft jagt.

10. Alle halten zusammen, die Bewohner der Stadt, der Fremde/Ex-Ureinwohner und wenn er nicht vorher abgekratzt ist, der Kontrahent von der Bürgerversammlung hilft ebenfalls mit. Dann gibt es wieder zwei Optionen:

Option A Der Plan klappt mit ein paar Verlusten unter den Einwohnern. Und der Fremde/ExUreinwohner ist der Held der Stadt.

Option B Alles geht schief und das Örtchen gleicht einer Geisterstadt, weil niemand überlebt hat.

Ende


Soviel zu dem typischen Muster dieses Genre. Leider versagt der Film, da er sogar die oben beschriebenen Punkte so schlecht und diletantisch beinhaltet. Die Story fängt mit einer ganz normalen klischeehaften Begegnungsszene mit dem Tier/Monster an und flacht ersteinmal ordentlich ab. Die Entwicklung bis zum Entdecken der Gefahr verläuft zwar ziemlich rasant, aber dafür wird viel zu viel Zeit verschwendet bei der ersten Verfolgung des Protagonisten dieser Viecher.

Die Geschichte wird in den ersten 10 Minuten viel zu durchsichtig und man durchschaut die nächsten Aktionen bzw. Handlungen viel zu schnell. Hinzukommen die wirklich unspektakulären Ereignisse, die sich den ganzen Film über hinziehen und wirklich nicht so richtig Spannung aufbaut.

Drehbuchautor Kenneth M. Badish der den schon sehr schlechten Film THE SNAKE KING eine Geschichte gab. Auch bekannt für so „Meisterwerke“, wie ERNEST GEHT ZUM MILITÄR und ERNEST IN AFRIKA. Ich muss wohl weiter keine Worte über die wirklich misslungene Story verlieren, da schon die eben erwähnten Streifen für sich sprechen. Tztztz…

Produktion (1,0 von 3,5 Punkten)

Tim Cox saß bei dem Film auf dem Regiestuhl und zeigt anderen Regiesseuren, wie man eine Menge Geld aus dem Fenster werfen kann. Tut mir leid, aber anders kann ich das ergebnis nicht bezeichnen. Sein bisheriges schaffen, beschränkte sich auf TV Produktionen (Serien & Spielfilme, wie auch bei diesem Film der ursprünglich fürs Fernsehen gedreht wurde. Leider ist mir kein einziger seiner Arbeiten bekannt.

Kameramann Stephen Lighthill vollbringt in diesem Film auch keine Meisterleistung, viel zu künstlich wirkender Filter. Auch die Einstellungen bei der Fotografie sind nicht gerade innovativ. Dies bewirkt ein sehr trockenes und lustlos dargestelltes Bild. Er dreht auch hauptsächlich TV Produktionen, wie die Serie NASH BRIDGES mit Don Johnson und Cheech Marin. Sonst ist mir nur ein sehr schlechter B-Movie bekannt namens LOVE BITES.

Die einzige wirklich bekannte Arbeit war vom Cutter David Grecu, der bereits das Messer für die Mini-Serie DUNE aus dem Jahre 2000 wetzte. Aber wie soll ein Cutter herausragende Arbeit leisten mit dem vorliegenden Material, das von der Aufnahme schon schlecht ist?

Die Effekte wurden unter der Leitung von Josh Hakian produziert, der schon bei SPIDERS, PICKING UP THE PIECES und TREMORS 4 mitarbeitete. Ausführende Kraft war immerhin Jerry Constantine, dessen Arbeit jeder kennen müsste aus RIDDICK, VAN HELSING und DR.DOLITTLE 2. Eigentlich ein passabler Effects Supervisor, der aber unter dieser Leitung nicht viel anrichten kann. Die wenigen gorigen Szenen vielen ein wenig lächerlich aus und erschrecken keine kleinen Kinder.

Visuell Effects Supervisor Simeon Asenov (ALIEN JÄGER mit James Spader) hat ganz gute Arbeit geleistet und die Parasiten in ihrem Endstadium schön dargestellt. Für einen LowLow-Budget Film waren diese Wesen nicht übertrieben aber sehr wirksam visualisiert.

Darsteller (1,0 von 3,5 Punkten)

Leider besteht der Film ausschliesslich nur aus TV Darstellern, die mir nicht geläufig sind.

Dennoch kann ich beurteilen, ob die Leistungen befriedigend waren oder nicht. Der Protagonist Dr. Eli Rudkus wurde von Vincent Ventresca gespielt, der vorher nur in TV Serien und ein paar B-Movies mitwirkte. Seine Ausdrucksweise war ein wenig zu kalt.

Rachel Hunter spielt ebenfalls eine Rolle in diesem Film, auch hier eine Entäuschung auf der ganzen Linie, da ihre Mimik immer dieselbe ist. In ROCK STAR mit Mark Wahlberg durfte sie auch einen Part übernehmen.

Mich wunderte das William Forsythe (THE ROCK, VIRTUOSITY und CITY BY THE SEA) in diesem Film zu sehen ist. Er ist ein sympathischer Nebendarsteller, der gerne einen Sheriff oder FBI Agenten als supporting Actor darbietet. Die Produzenten haben ihm diesmal zu wenig Geld geboten und das wirkte sich im Schauspiel deutlich aus.

Bild (0,5 von 3,5 Punkten)

Viel ist da nicht zu sagen, durch die schlecht gewählten Filter und der typischen TV Aufzeichnung ist das Bild unscharf, viel zu farblos. Das Bild wird mir hier im anamorphen 16:9 bzw. 1,85:1 Format angezeigt. In manchen Nacht-Szenen erkennt man keinerlei Details nur Lichtfetzen in der Dunkelheit. Die Datenrate pendelt sich bei ca. 3,6 Mbps ein und sagt mehr als tausend Worte. Als ich ihn nach ca. 30 Minuten auf meinem Projektor, ausschaltete und mich ins Bett legte, schaute ich ihn auf einem 36er Bildschirm, das ging gerade so. Nicht empfehlenswert!

Ton (1,5 von 3,5 Punkten)

Der Sound war dem Bild entsprechend schlecht abgemischt. Die Musik lief nur auf den beiden Frontlautsprechern links und rechts ohne jeglichen Bass über den Subwoofer. Der Subwoofer war die ganze Zeit ausser Betrieb, sodass ich extra prüfen musste, ob die Kabelage sich nicht schon wieder verabschiedet hatte. Man sollte dazu sagen, das der Film nachträglich von Stereo in 5.1 getrennt wurde, das könnte immerhin eine Erklärung sein. Allein die Effekte der Parasiten im Endstadium sind ganz nett über alle Lautsprecher gelegt und sind beim Wechsel der Kanäle ohne jegliche Stolpersteine zu hören. Sehr flüssig! Auch nicht das Wahre!

Bonusmaterial/Artwork/Layout (1,0 von 3,0 Punkten)

Den einen Punkt bekommt die DVD nur wegen dem gelungenen Cover und dem dazugehörigem Menu. Das animiert und mit Musik hinterlegte Menu hatte mich zu beginn auf einen guten Film hoffen lassen. Das Bonusmaterial ist ein bischen mager, es sind nur 13 Trailer und ein Making of vorhanden und damit hats sich. Insgesamt eine ungefähre Laufzeit von 33 Min.

Fazit

Dies ist nur ein Film für Fans dieses Genre mit ein paar netten Schockeffekten und ein paar blutigen Szenen. Zwar sind die Fledermausartigen Wesen öfter zusehen, dann aber auch nur in sehr abgedunkelten Szenen. Ich rate allen anderen zu genügend Abstand, spart euch lieber das Geld und schaut euch lieber Arachnophobia oder die Körperfresser an!

Übersicht Punkteverteilung

  • Film 3,0 von 10
    • Die Punkte setzen sich wie folgt zusammen:
      • 1,0 von 3,0 Punkten - Story/Drehbuch
      • 1,0 von 3,5 Punkten - Produktion (d.h. Cut, Kamera, Ausstattung, Regie u.s.w.)
      • 1,0 von 3,5 Punkten - Darsteller/Nebenrollen
  • DVD 3,0 von 10 Punkten
    • Zusammengesetzt von:
      • 0,5 von 3,5 Punkten - Bild
      • 1,5 von 3,5 Punkten - Ton
      • 1,0 von 3,0 Punkten - Bonusmaterial/Artwork/Layout

Siehe auch


Weblinks

  • Diese Seite wurde zuletzt am 22. August 2006 um 13:49 Uhr geändert.
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