Mann, der niemals lebte, Der (USA 2008) - Kritik von Isinesunshine
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Der Mann, der niemals lebte
Und noch ein amerikanischer Film über den Irak-Krieg. Der letzte, den ich gesehen habe, war Operation Kingdom. Im Gegensatz zu diesem Film hat Der Mann, der niemals lebte einen kleinen Vorteil: es dreht sich nicht komplett um Amerika, sondern auch ein Bisserlchen um Europa. Allerdings gerät dies eher im Hintergrund und letztendlich liegt der Fokus dann doch wieder auf den Staaten.
In diesem Film sucht man vergeblich nach einer Aussage. Dass es immer einen sesselfurzenden Wichser gibt, der sich nicht sonderlich darum kümmert, dass andere Leute für ihn im Dreck wühlen? Das wäre wohl weder innovativ noch sehr passend. Was also dann? Die Amerikaner setzen verwirrende Mittel ein, um Terroristen zur Strecke zu bringen. Und?
Die entscheidendste Aussage ist wohl die, dass Amerika durch seine auch so hoch gelobte Technik wesentich angreifbarer wird, als es diejenigen Terroristen sind, die allen technischen Spielereien den Rücken zugekehrt haben. Aber was soll der Zuschauer mit dieser Info anfangen? Insgesamt viel zu lange dümpelt das ganze sehr, sehr lange unansprechend vor sich hin.
Auch der Titel erschließt sich dem Publikum nicht wirklich. Hat der Mann (Leonardo DiCaprio) niemals gelebt, weil er in Amerika quasi keine Identität hat? Nö, denn dann würde ja kaum jemand jemals Leben. Oder weil er nur für seine Arbeit lebt und das wirkliche Leben deshalb nicht genießen kann? Aber letztendlich ja schon, weshalb der vermeindliche Sinn wieder schwindet.
Alles in Allem war der Film also enttäuschend. Am Ende wurde man nochmal wachgerüttelt: durch Gewalt, wobei man dabei eigentlich gleich wieder weggucken will. Dafür bekommt er lediglich 6/10 Punkten.
- Diese Seite wurde zuletzt am 16. April 2009 um 14:55 Uhr geändert.
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