Metallica - San Francisco Symphony (USA 1999) - Kritik von Gorygrunt
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Kritik von: Gorygrunt
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Hintergrund
Heute mal eine etwas andere Review, da ich erst kürzlich die DVD auf meiner Homecinema-Anlage geniessen durfte…
Wer hätte gedacht, dass schwerer Metal mit klassischer Musik zu Vergleichen wäre? Tja, leider nur Musiker und/oder Fans der metallischen Klänge!
Hunderte von Diskussionen wurden bezüglich dieses Vergleichs geführt, die Anhänger der klassischen Musik, Popfans und Heavy-Metal Freaks. Keiner wollte so richtig klein bei geben. Auf der einen Seite hieß es, die Musikrichtung wäre einfaches Gedräsche mit wirklich schlechtem Gesang. Auf der anderen Seite wurde Metal mit klassischer Musik gleichgesetzt. Warten wir es ab….
Die Band (kurz und knapp!)
Die Band wurde 1981 von Rhytmusgitarrist/Sänger James Hetfield und dem Drummer Lars Ulrich (der eigentlich mal Tennisspieler-Nachwuchs war) in Los Angeles gegründet. Ursprünglich bestand die Band dato aus Hetflied, Ulrich, Ron McGovney (Bass) und Dave Mustaine (Leadgitarre).
Bassist Ron McGovney wurde dann 1983 durch Cliff Burton ersetzt, dieser verstarb 1986 bei einem Unfall des Tourbusses auf der Master of Puppet Tour in Schweden und wurde nur 24 Jahre alt! Die Band verpflichtete danach den Neuling Jason Newsted der bis zum Jahre 2001 den Viersaiter maltretierte. Newsted ist auch bei dieser DVD von der Partie gewesen. Heute schlägt der Ex-Bassist von Ozzy Osbourne Robert Trujillo die tiefen Töne an. (Vielen Dank für den Hinweis @ Chef_am_Bier ).
Lead Gitarrist und Gründungsmitglied Dave Mustaine war nur auf einer Scheibe aktiv zuhören, einer Compilation – METAL MASSACRE aus dem Hause Metal Blade Records. Mustaine wurde dann gefeuert und stattdessen holte man 1983 den immer noch aktuellen Leadgitarrero Kirk Hammett in das Trash-Metal-Flaggschiff. Mustaine wurde leider nicht offiziell als Songwriter auf der Debutscheibe KILL’EM ALL angegeben, da seine wenigen Beiträge deutlich zu hören sind. Aber mit dem guten Kirk hat man sich meiner Meinung nach einen guten soliden Gitarristen und Ruhepol in die Truppe gepflanzt.
Kleine Infos zur „Besetzung“:
- Bob Rock (Bass) – St. Anger Aufnahmesession 2003 (Produzent seit Anfang der 90er und Session Bassist)
- Joey Jordison (Slipknot) - spielte einen Gig für den verletzten Lars Ullrich (Schulterverletzung) (nie Mitglied)
- Dave Lombardo (Slayer) - spielte beim Download-Festival 2004 zwei Songs für den verletzten Lars Ullrich (Schulterverletzung) (nie Mitglied)
Das waren die wenigen Umbesetzungen der Band im Gegensatz zu anderen Kombos und dies hat sich in den Outputs bemerkbar gemacht. Hier erstmal die Discographie:
Discographie
- No Life til' Leather (erstes Demo Tape 1983)
- Kill 'em All (Juli 1983)
- Ride The Lightning (Juni 1984)
- Master of Puppets (Februar 1986)
- Garage Days Re-Revisited (Cover EP) (August 1987)
- ...And Justice for All (August 1988)
- Metallica (auch bekannt als "The Black Album") (August 1991)
- Live Shit: Binge & Purge (live 3xCD, 2xVHS Boxset) (1993)
- Load (Juni 1996)
- Re-Load (November 1997)
- Garage Inc. (Cover-Version|Cover-Album) (November 1998)
- S&M (Live mit dem San Francisco Symphony Orchestra) (November 1999)
- St. Anger (Juni 2003)
- Some Kind of Monster (2004)
es sind weiterhin vereinzelte Lieder veröffentlicht worden wie z. B.:
- I Disappear (2000) - Soundtrack zu "Mission Impossible 2"
- We Did It Again (2002) - (Co-Arbeit mit Ja Rule)
Videos & DVDs
- Cliff em All (1987)
- 2 of One (1989)
- A Year and a Half in the life of Metallica – zweiteilig (1992)
- Live Shit Binge & Purge (Video 1993)
- Cunning Stunts (1998)
- S&M (1999)
- Neu-Veröffentlichung von Live Shit Binge & Purge (DVD 2003)
- St. Anger(CD-Beilage im Studio live aufgenommen - DVD 2003)
- Neu-Auflage von Cunning Stunts (DVD 2004)
- Somekind of Monster (DVD 2005)
Kinofilm
Some Kind Of Monster (2004)
Review
So die Jungs waren also ganz schön tüchtig. Also nun zur METALLICA & SAN FRANCISCO SYMPHONY:
Viele haben gedacht, dass Metallica wieder Geld bräuche und nun ihre alten Klassiker mit eine Symphonischen Aufguss massentauglich nochmal zu verkaufen. Wie gefehlt!!!
Komponist Michael Kamen, der u.a. für Filme wie X-MEN, EVENT HORIZON, MR. HOLAND’S OPUS, die LETHAL WEAPON Reihe, STIRB LANGSAM 1+2 und, und, und schon den Score schrieb, musste nach Gerüchten zwei Jahre lang betteln, um endlich ein Konzert mit Metallica spielen zu können. Na, wer hätte das gedacht?
Michael Kamen outete sich so als großer Fan der harten Klänge und schrieb die klassischen Interpretationen noch bevor er Metallica überzeugen konnte. Als er Lars Ulrich eines Tages traf und ihm von seiner Idee erzählte war der erste Stein ins Rollen gekommen…
Eine Metal Band zu hören, die plötzlich solche Klänge von sich gibt, ist schon ein wenig merkwürdig. Wenn man mal die erste LP mit dem intelektuellen Titel KILL’EM ALL hört, die für mich persönlich die geilste Scheibe von Metallica darstellt (da sie noch nach Garagenband klingt), dann kann man sich diese Harmonie schwer vorstellen. Wobei ich bei ihrer spieltechnisch perfektesten Scheibe …AND JUSTICE FOR ALL schon eine gewisse Rührung empfinde, wenn ich sie höre. Schon da konnte man erkennen, dass das Songwriting einen sehr klassischen Stil hat. Genial!
Michael Kamen bestand auch darauf, die Härte der Musik durch das Orchester zu verweichlichen. Deshalb wurden auch die rauen Songs der etwas schnelleren Gangart gespielt, z.b. UNTIL IT SLEEPS oder HERO OF THE DAY. Das Zusammenspiel der Band und dem großem Orchester wirkt perfekt und wird auch kameratechnisch sehr konventionell dargestellt. Es werden kaum kleine Einzelheiten gezeigt, sondern eher große Aufnahmen der gesamten Geschehenisse auf der Bühne, wie bei einer Oper.
Die Aufnahmen wirken sehr schön ruhig und lassen den Zuschauer angenehm in das Konzert miteintauchen. Lange einzelne Aufnahmen mit sehr wenigen Schnitten! Wirklich wunderbar inszeniert!
Leider verstarb Michael Kamen am 18.November 2003! Rest in Peace! Auch hier nachzulesen! http://www.dvdb.de/forum/showthread.php?t=28767
Folgendes Songs wurden zum Besten gegeben:
- The ecstasy of gold
- The call of Kutululu
- Master of puppets
- Of wolf and man
- The thing that should not be
- Fuel
- The memory remains
- No leaf clover
- Hero of the day
- Devil's dance
- Bleeding me
- Nothing else matters
- Until it sleeps
- Fro whom the bell tolls
- Human
- Wherever I may roam
- Outlaw torn
- Sad but true
- One
- Enter sandman
- Battery
Anspieltipps: FOR WHOM THE BELL TOLLS, ONE, SAD BUT TRUE!
Bild (2,0 von 3,5 Punkten)
Die Aufnahmen auf der DVD kommen für ein Konzert angenehm rüber. Leider ist das Bild ein wenig unscharf. Da auch nur sehr wenige Großaufnahmen von einzelnen Personen vorhanden sind, erkennt man leider nicht jedes Detail! Aber da es ja im Grunde genommen um die Musik geht, drück ich mal ein Auge zu.
Ton (3,5 von 3,5 Punkten)
Nun das wichtigste der Ton. Und ich könnte einfach nur sagen Brilliant, aber das wäre ja witzlos! Sehr schön getrennte Abmischungen der Band, des Orchesters und dem Publikum. Die Musik trifft auf den Hörer punktgenau und weist keinerlei Klanglöcher auf. Selbst die Rears wurden von den sanften Klängen der Streicher (der was sonst dominanter zu dem jeweilig passenden Song gemixt wurde) verschont und erzeugen eine wunderbare Hintergrund-Atmosphäre. Das Schlagzeug wurde ebenfalls genial auf mehrere Kanäle verteilt, das ein sehr räumlicher, greifbarer Klang entsteht. Sehr Schön! Auch der Subwoofer kommt nicht zu kurz und übernimmt den unteren Frequenzbereich mit Freude ohne dabei aufdringlich zu werden.
Auch die geniale Tonspur in Dolby Digital 2.1 (jaaaa, mit extra Subwoofer-Kanal) sollte man mal gehört haben. Super Stereo Sound mit fundamentaler Unterstützung ruled!!!
Leider sind die zwei zusätzlichen Tonspuren, wo man nur die Band oder nur das Orchester belauschen kann, nur in Dolby Digital 2.0 abgemischt. Trotzdem ist es mal ein oder vielleicht auch zwei Ohren wert!
Bonusmaterial/Artwork/Layout (2,5 von 3,0 Punkten)
Was haben wir den hier? Ein animiertes Menü, ein 41 minütiges Making Of, Musikvideo, Interviews alles auf einer Doppel-DVD. Das müsste den Extras-Freaks eigentliche reichen.
Aber das besondere an der DVD war für mich die Multi-Angle-Funktion, die leider nur auf vier Songs anwendbar ist. Dort kann man sich entweder, die ganze Zeit den Hetfield James anschauen oder das Orchester. blablabla
Fazit
Ich wage zu behaupten, dass nicht nur Fans oder Anhänger des Heavy Metals sondern auch Heimkinoliebhaber und Klassik-Gläubige ihre Freude an dieser überaus gelungenen Scheibe haben. Michael Kamen und Metallica vermischen fast unnahbare Elemente der Musik!
Übersicht der Punktevergabe
Ich konnte dieses mal nur die DVD bewerten, hoffe ihr habt Verständnis!
- DVD 8,0 von 10 Punkten
- Zusammengesetzt von:
- 2,0 von 3,5 Punkten - Bild
- 3,5 von 3,5 Punkten - Ton
- 2,5 von 3,0 Punkten - Bonusmaterial/Artwork/Layout
- Zusammengesetzt von:
Weblinks
- Offizielle Site von Metallica
- Metallica Fansite
- Metallica - San Francisco Symphony in der Internet Movie Database (IMDb)
- Alle deutschen DVDs von Metallica - San Francisco Symphony bei dvdb.de
- Aktueller Preisvergleich aller deutschen DVDs von Metallica - San Francisco Symphony bei dvdb.de
- Diese Seite wurde zuletzt am 22. August 2006 um 13:54 Uhr geändert.
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