Mirrors (USA / Rumänien 2008) - Kritik von Isinesunshine
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Mirrors
Ein U-Bahn-Schacht. Wachmann Terrence Berry (Ezra Buzzington) rennt vor etwas davon und verbarrikadiert sich schließlich in einem Raum für Personal. Plötzlich drehen sich alle Spiegel im Raum zu ihm und der Mann fängt an, mit ihnen zu sprechen und sich bei ihnen zu entschuldigen. Es hilft jedoch alles nichts: die Spiegel töten ihn.
Ben Carson (Kiefer Sutherland, 24, Taking Lives) hat den Dienst als Cop quittiert, nachdem er jemanden erschossen hat. Da er anschließend dem Alkohol zum Opfer fiel, kann er nicht in seinen alten Job zurück und wohnt getrennt von seiner Frau Amy (Paula Patton, Hitch, Déjà Vu) und seinen Kindern Michael (Cameron Boyce) und Daisy (Erica Gluck) bei seiner Schwester Angela (Amy Smart). Er hat es inzwischen geschafft der Flasche den Rücken zu kehren und nimmt stattdessen starke Tabletten. Um seine Familie weiter ernähren zu können, sucht der Ex-Cop ohne Motivation und Perspektive sich einen Job als Wachmann.
Seine neue Aufgabe besteht also in nächtlichen Rundgängen durch ein ausgebranntes Kaufhaus, das im Inneren fast nur aus Spiegeln zu bestehen scheint. Alle zwei Stunden muss der Wachmann durch das ehemals größte und schönste Kaufhaus weit und breit gehen und schon bald ziehen die Spiegel seine Aufmerksamkeit auf sich. Kurze Zeit später zeigen sie ihm nicht reale Dinge, die ihm physische Schmerzen bereiten. Als er die Spiegel nach deren Beweggründen und Ziel fragt, tgragen sie ihm auf jemanden für sie zu finden. Seine Schwester rät ihm, den Job zu kündigen und seine Frau hält ihn für verrückt… …
Wenn man sich Mirrors ansieht, vermutet man in jeder spiegelnden Oberfläche etwas. Sobald die Kamera auf einen Spiegel gehalten wird, hat man das Gefühl irgendetwas müsse nun passieren. Natürlich macht dieser Umstand einen gewissen Grad an Spannung aus. Andererseits ist man so oft schon auf das vorbereitet, was passiert; also quasi vorgewarnt.
Kiefer Sutherland liefert eine solide Performance ab, die - wie man auf Equlibrium lesen kann - auf seiner achtjährigen Routine als Jack Bauer in der Serie 24 aufbaut. Da ich selbst die Echtzeitserie noch nie gesehen habe, vermag ich dies allerdings selbst nicht zu beurteilen. Den vom Schicksal getroffenen Ex-Cop, dem seine Familie das Wichtigste auf der Welt ist und der versucht alles richtig zu machen, dem aber dann doch oftmals von Unsicherheit getrieben die Hand aus- oder die falschen Worte herausrutschen, bringt der Hauptdarsteller gut rüber.
Zwischen schaurigen Ausblicken in die Welt hiner den Spiegeln ergeben sich auch einige witzige Momente; vor allen Dingen als Ben Carson den Spiegeln in seiner Wohnung und im Haus seiner Frau den Krieg erklärt.
Mit den anderen Darstellern bzw. deren Rollen kann der Zuschauer schwieriger sympathisieren, weil er einfach zu viel weiß: dass die Spiegel böse sind, dass Ben nicht lügt und so weiter. Die Tatsache, dass dem Publikum schon von Beginn des Films an sehr viel Wissen über die sich abspielenden Umstände zugesprochen wird, nimmt ihm leider einen Teil der Spannung. Zu offensichtlich ist es, wer vofür verantwortlich ist.
Wer der Initiator am Punkt Null der böswilligen Killerspiegel ist, ist zwar nicht vorhersehbar, dafür aber auch nicht innovativ. Zu viele Genrevertrete gibt es schon, in denen dämonische Kinder oder verrückte Mediziner vorkommen. Das Ende ist ziemlich vorhersehbar, aber dennoch gut gemacht. Insgesamt lässt Mirrors sich also mit “recht solide” bezeichnen und bekommt dafür 6,5/10 Punkten.
- Diese Seite wurde zuletzt am 5. November 2008 um 14:02 Uhr geändert.
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