Syriana (USA 2005) - Kritik von Liam

Aus wiki.dvdb.de

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Syriana

Kritik von Liam.

Hintergrund

Der Film hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich zugeben muß, daß man der Geschichte doch manchmal nicht so recht folgen kann, hier ist es sicherlich angebracht, sich den Film ein zweites Mal zu Gemüte zu führen, um auch wirklich alle Zusammenhänge zu erkennen. Das Thema des Films ist sehr interssant und vor allem heutzutage top-aktuell. Die Story ist zwar fiktiv (die Idee dazu stmmt aus einem Sachbuch), aber genau so etwas könnte sich auch tatsächlich in unserer realen Welt abspielen, wie schon der Untertitel des Films besagt: Korruption ist alles.

Story

Die Story von Syriana hier in einer Kurzfassung zu präsentieren, würde wohl den Rahmen ein klein wenig sprengen, es sei nur soviel gesagt, daß sich der Film in verschiedene Handlungsstränge aufteilt, die Protagonisten sich jedoch kaum zu Gesicht bekommen, als Außenstehender (also Zuschauer) jedoch ergibt das Ganze, je länger der Film andauert, immer mehr Sinn. Am Ende hat man einen höchst politischen, episodenhaft erzählten, jedoch geschickt geschnittenen Thriller gesehen, der einen recht nachdenklich zurückläßt.

Darsteller

Die Schauspieler sind alle sehr gut, allen voran natürlich George Clooney, der für seine Rolle als CIA-Mann Bob Barnes ja bekanntlich den Oscar für den besten Nebendarsteller erhalten hat. Ob verdient oder nicht, kann ich nicht sagen, anmerken muß ich jedoch, daß sein Schauspiel zwar sehr gut, aber nicht überragend war. Da hat die Acadamy wohl doch eher einen Trostpreis springen lassen, da Clooney beim Regie-Oscar Ang Lee den Vortritt lassen mußte. Seine Leistung will ich damit aber keinesfalls schmälern, er verkörpert den Agenten nämlich sehr überzeugend, wobei seine Mimik durch den sehr schicken Vollbart obendrein noch beieinträchtigt ist. Die anderen Darsteller machen ihre Sache ebenfalls außerordentlich gut. Seien es Matt Damon, Jeffrey Wright, Chris Cooper oder Christopher Plummer, sie alle verdienen allerhöchstes Lob für ihre Leistungen. Sehr gut hat mir auch Alexander Siddig gefallen (bekannt aus Star Trek - Deep Space Nine), der als Prinz Nasir Al-Subaai eine zentrale Rolle in der Thematik des Films spielt.

Produktion

Syriana wechselt sehr oft die Standorte: einmal Beirut, einmal Genf, dann wieder Washington usw. Zusammengehalten wird der Film von exzellenten Soundtrack, der zwar tradionell solch einem Film entspricht, aber auch immer wieder mit leichten arabischen Klängen überrascht, da hat Komponist Alexandre Desplat sehr gute Arbeit geleistet. Die Drehorte selbst kommen sehr gut rüber, das Ambiente und der Flair der arabischen Welt sowie die Städte des Westens harmonieren gut miteinander und lassen den Film trotz der verschiedenen Handlungsstränge nicht abgehackt wirken.

Fazit

Syriana ist sicher nicht jedermanns Sache, da er anfangs doch recht verwirrend ist und man deshalb immer am Ball bleiben muß, damit man nichts übersieht oder überhört. Aus heutiger Sicht ist die Story des Films aber sehr interessant und es ist auch mit Sicherheit ein Funken (oder sogar mehrere) Realität dabei, was nach Beendigung des Filmvergnügens einen bitteren Beisgeschmack zurückläßt, da man feststellt, daß unsere Welt nunmal so funktioniert. Freunde anspruchsvoller Filmunterhaltung sollten unbedingt einen Blick riskieren. 8,5/10 nach einmaligem Sehen

DVD

Das Steelbook, in dem die Special Edition daherkommt ist sehr gelungen und könnte sich im Regal sehr gut machen. Allerdings ist der Name Special Edition wohl nur auf diesem Steelbook, sowie dem 72 (!) seitigen und gebundenen Booklet begründet, denn umfangreiches Bonusmaterial sucht man hier vergebens (dürfte wohl das selbe sein, wie bei der Single Disc). Das Booklet, das ich jedoch noch nicht gelesen habe, scheint mir dafür sehr informativ zu sein.

  • Diese Seite wurde zuletzt am 25. März 2008 um 14:34 Uhr geändert.
  • Diese Seite wurde bisher 287-mal abgerufen.