The Brown Bunny (USA / Japan / Frankreich 2003) - Kritik von Smu
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Kritik von Smu vom 18.08.2005.
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Hintergrund
Im Rahmen meines Projektes ma/32.0 - fourandahalfweeksatleastoneflickeachday, das ich über die Sommerferien 2005 in Angriff nahm, schaute ich diesen Film. Wie ich auf ihn aufmerksam geworden war, weiß ich leider nicht mehr - irgendwann landete ich jedenfalls auf der imdb-Seite von The Brown Bunny. Diese Kritik entstammt der Website des Projekts; für diese Zwecke habe ich sie allerdings leicht überarbeitet.
Story
Die Kurzbeschreibung von imdb lautet folgendermaßen: "Professional Motorcycle Racer Bud Clay heads from New Hampshire to California to race again. Along the way he meets some girls." Bis fünf Minuten vor Schluss hätte ich genau das gesagt, da die ersten 88 Minuten wirklich nichts anderes wiederspiegeln. Tatsächlich finden sich aber in den allerletzten fünf Minuten Tiefgang und eine Erklärung für die vorangegangen Minuten, die man einfach nur vergessen wollte. Hätte ich die letzten fünf Minuten nicht gesehen, sehe meine Beschreibung wie folgt aus: Es geht um Bud Clay (grandioser Name), einen passionierten Motorradrennfahrer, der sich von New Hampshire aus auf den Weg nach Kalifornien macht und unterwegs was mit den - ebenfalls genial benannten - Damen Violet, Rose, Lilly und Daisy hat. Story hat der Film soweit nicht viel, vielmehr kriegt man wirklich sehr schöne Landschaftsbilder der Vereinigten Staaten zu sehen, ebenfalls darf man Vincent Gallo, der nebenbei nicht nur Hauptdarsteller sondern auch Autor und Regisseur bei diesem Meisterwerk der Filmgeschichte ist, schätzungsweise 80 Minuten des Films betrachten.
Kritik
Kamera / Schnitt
Anfangs scheint die Kamera eine besondere Liebe zu Vincents rechtem Ohr zu haben, da sich dieses ganz klar im Fokus der Kamera befindet. Kameraperspektiven sind in The Brown Bunny sowieso keine; stattdessen filmen 90 Prozent der Zeit fest montierte Kameras irgendetwas - wiederum ist man nach dem Intro, wo man Vincent aka Bud drei Minunten totlangweilig beim Motorradfahren zuschauen darf, welches mit unheimlich zittrigen Händen aufgenommen zu sein scheint, dankbar dafür. Ebenfalls dankbar ist man dafür, dass das besagte Intro für die kommerzielle Version von satten zwanzig Minuten (Version des Films, welche 2003 bei den Filmfestspielen von Cannes lief) auf noch immer sehr ermüdende rund zweihundert Sekunden geschnitten wurde.
Musik / Dialoge / Handlung / Darsteller
Die Musik von The Brown Bunny ist anfangs sehr schlecht gewählt, später passt sie tatsächlich an einigen Stellen - einen herausragenden Soundtrack gibt es hier allerdings keineswegs. Herausragend ist auch nicht der Rest, den es zu hören gibt. Die Dialoge sind völlig daneben, ebenso wie alles was man als "Handlung" zu sehen bekommt - wobei es natürlich sehr schön wäre eine komplette Tankfüllung für schlappe zwei US-Dollar zu bekommen. Auch erfreut es den Zuschauer, wenn über Halsketten gesprochen wird, welche Vincent Gallo bravourös dadurch zu verdecken weiß, dass er sich immer vor die Kamera schiebt. Dabei hat man von seinem apathischen Psychoblick, welchem man nicht wirklich abkauft Frauen zu bezirsen, schon recht früh genug und genug gesehen. Auch ist es sehr schwer Vincent Gallo seine "schauspielerische Leistung" abzunehmen, wenn er mit seiner Stimme spielt und wie ein weinerliches Kleinkind vor sich daherheult, gleichzeitig sein Gesicht jedoch versteinert bleibt und keine Miene zeigt.
Fazit
Man könnte nun also zu dem Schluss kommen, dass Vincent Gallo diesen Film nur mit zwei Motiven drehte: Erstens mal wieder an ein paar Frauen rumgrabschen und dabei einen geblasen bekommen und zweitens - was ihm ja so ziemlich gar keiner verübeln kann - 10 Millionen US-Dollar an Budget einsacken, für geschätzt maximal 50.000 US-Dollar, einen Film, The Brown Bunny, drehen und den Rest schön auf dem Bankkonto lassen. Respekt Vince, du hast es drauf!
Natürlich hat der Film aber auch etwas zu vermitteln; doch das, was man vermittelt bekommt, rechtfertigt keine anderthalb Stunden Film, kein Millionen-Budget, keine Cannes-Nominierung und vor allem wäre keine Fellatio-Szene nötig gewesen, um dieses rüberzubringen.
Entscheidet selbst, ob ihr The Brown Bunny sehen müsst.
01 von 10 Punkten
Siehe auch
Weblinks
- The Brown Bunny in der Internet Movie Database (IMDb)
- The Brown Bunny in der Online-Filmdatenbank (OFDb)
- Alle deutschen DVDs von The Brown Bunny bei dvdb.de
- Aktueller Preisvergleich aller deutschen DVDs von The Brown Bunny bei dvdb.de
- Website des Filmprojektes ma/32.0
- Diese Seite wurde zuletzt am 22. August 2006 um 17:34 Uhr geändert.
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