Unsichtbare Augen - My little Eye (FSK18)(England/USA/Frankreich/Kanada 2002) - Kritik von Gorygrunt

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Kritik von: Gorygrunt

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Wie ich bereits bei meiner Review zu DEATHWATCH versprach, erzähle ich hier etwas über einen echt gelungenen B-Streifen. Bis ich diesen Film endlich mit nach Hause nahm verging bestimmt ein ganzes Jahr. Immer wieder in die Hand nehmen, zurücklegen, überlegt, mmmhhh…..doch es lohnte sich!

Story (2,5 von 3,0 Punkten)

Eine „neue“ Idee wird verwirklicht. Ein paar Jugendliche werden mitten im Niemandsland in eine Hütte gesetzt, die komplett mit Kameras verdrahtet ist. Diese Reality-Show wird dann im Internet übertragen. Hier und da müssen die Insassen ein paar Rätsel lösen. Die Jugendlichen glauben, das sie schon weltberühmt sind! Doch als ein Fremder vor der Tür steht um Einlass bittet und Sie so herausfinden, dass niemand Sie kennt, gehen sie der Sache nach. Doch schon nehmen die Dinge ihren grauenvollen Lauf………

Die Idee fand ich so interessant, das dies für der entscheidende Punkt war den Film mitzunehmen. Zurückgeschreckt bin ich eigentlich nur, weil es eine Französisch-Britische Produktion ist. Aber… Besonders gut gefallen haben mir die verschiedenen Spannungsbögen. Es gibt nicht EINEN sondern gleich mehrere und die besonders intensiv. Auch schön gemacht ist der Story-Verlauf, der kein einziges Tief aufweist und immer konstant weitergeführt wird. Absolut Top! Es ist schwierig etwas zu erklären wenn man nicht so viel verraten will, aber ich kann euch eins versprechen, die Story wartet mit ein paar Überraschungen auf.

Das Screenplay und Drehbuch von David Hilton, der mir bis dato völlig unbekannt war, hat mich wirklich von den Socken gerissen! Gute Arbeit. Ich hoffe, dass ich in Zukunft noch von ihm höre.

Produktion (2,5 von 3,0 Punkten)

Marc Evans (RESURRECTION MAN, DAS TRAUMA) inszenierte diesen Horrorthriller. Leider kenn ich diesen Mann nicht und kann keine Vergleiche mit anderen Werken von Ihm ziehen. MY LITTLE EYE ist aber eine solider Grundstein und ich werde mir seinen nächsten Film auch gönnen.

Nun die Verbindung zu der o.g. Review von DEATHWATCH wäre der talentierte Kameramann Hubert Taczanowski. Er bedient sich wirklich seines Werkzeugs und spielt mit der Kamera-Einstellung wie ein Kleinkind mit seinem Matchbox-Auto. Positiv! Geteilter Bildschirm u.s.w. Wieder ein grobkörniger Kamerafilter (wird wohl sein Markenzeichen!) der passend gesetzt wurde. Zusammen mit Mags Arnold(u.a. mitgewirkt bei HIGH FIDELITY aus dem Jahre 2000), die ihr Debut im als Cutter gab und völlig auf schnelle Schnitte verzichtet, ergibt sich ein gutes Team!

Die Ausstattung wurde von niemand geringerem als Crispian Sallis beigetragen. Verantwortlich auch für HANNIBAL, GLADIATOR und EVENT HORIZON. (Komisch wie sich die Kreise immer schliessen, oder…?)


Darsteller (2,0 von 3,5 Punkten)

Alles unbekannte Neulinge, die mir auf den ersten Blick garnichts sagten. Für diese Art von Film aber passend, da man wirklich das Gefühl hat das es sich um eine Internet-Show handelt. Sean CW Johnson (POWER RANGERS) kommt auf jedenfall ernsthafter rüber, als in Power Rangers und konnte die Rolle sehr gut interpretieren. Auch sehr schön besetzt war Kris Lemche (GINGER SNAPS) oder Laura Reagen (UNBRAKABLE) und Jennifer Sky (NEVER DIE ALONE). Gute junge Besetzung die diesem Film nochmal die gewisse Würze verpasste.

Bild (1,5 von 3,5 Punkten)

Wirklich gestört hat mich das Bild jetzt nicht, aber leider ist es wieder kein Film den man auf einem Projektor und einer 3,0 m breiten Leinwand geniessen kann. Sehr viel Rauschen und viel zu Farbintensiv, dies erzeugt immer Unscharfe Kanten und die viel zu kräftigen Farben überlappen ein wenig. Als Beispiel die Aufnahmen im Nachtmodus ist störend. Mit der Bitrate kann ich jetzt leider nicht dienen, da ich diesen Film noch nicht in meiner Sammlung begrüßen durfte (wird aber nachgetragen!). Also lieber auf dem TV schauen als auf dem Projektor.

Ton (2,0 von 3,5 Punkten)

Für ein B-Movie ist der Ton relativ gut abgemischt. Alle Kanäle harmonieren miteinander. Keine Klanglöcher oder gar eine Dominanz von einem Kanal ist mir aufgefallen. Was mir nicht gefällt, wenn die Percussion der Musik nur von hinten kommt! Das passt einfach nicht Musik sollte immer von vorne kommen, wie bei einem Livekonzert. Da steht man schliesslich auch nicht mit dem Rücken zum Schlagzeuger. Die Effekte kommen gut platziert und nicht übertrieben.

Bonusmaterial/Artwork/Layout (1,0 von 3,0 Punkten)

Das Menü ist nicht animiert und nur mit Hintergrundmusik belegt. Dann befinden sich noch diverse Audiokommentare vom Regiesseur und des Produzenten auf dem Silberling. Entfallene Szenen ungefähre Gesamtlänge 24 min. Eine Featurette mit verschiedenen Kamerawinkeln. Making of mit einer guten halben Stunde Laufzeit. Das Cover ist meiner Meinung sehr schön gearbeitet, auch wenn es IMHO ein wenig irreführend ist. Viel zuviel für meinen Geschmack!

Fazit

Viele die den Film schon gesehen haben oder ihn sehen werden, kommen nicht drum herum zu sagen, dass viele Elemente an Big Brother und Blair Witch Projekt erinnern. Aber die Mixtur dieser beiden Elemente ist hervorragend gelungen! Sie vermischen sich und ergeben ein völlig neuen abwechslungsreichen Film. Sollte sich jeder Horrorthriller Fan mal anschauen, wird vielleicht nicht von jedem gemocht. Aber try it out and if you don’t like it, f*ck it!

Übersicht Punktebewertung

  • Film 7,0 von 10,0
    • Story, Produktion, Darsteller
  • DVD 4,5 von 10,0
    • Bild, Ton, Artwork/Layout

Siehe auch

Weblinks

  • Diese Seite wurde zuletzt am 22. August 2006 um 14:24 Uhr geändert.
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