Vanilla Sky (USA 2001) - Kritik von Liam
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Vanilla Sky
Kritik von Liam.
Hintergrund
Vanilla Sky zählt zu meinen absoluten Lieblingsfilmen! Cameron Crowe hat sich hier an einem Remake versucht, die Vorlage ist "Abre los ojos - Open your eyes" von Alejandro Amenábar, der jedoch, zumindest meiner Meinung nach schlechter abschneidet als Crowe's Version des Films. Die Anschuldigung, daß sich Cameron Crowe nicht für ein Genre entscheiden kann ist fehl am Platz, denn man kann den Film einfach keinem Genre zuordnen.
Story
Er fängt schon mal sehr mysteriös an der Traum am menschenleeren Time-Square (sehr geniale Szene übrigens), danach geht der Film in eine Liebesgeschichte über, um sich dann nochmal um 180 Grad zu wenden, bis man sich mittendrin überhaupt nicht mehr auskennt, das Ende dann aber doch so einiges, aber nicht alles aufklärt. Ich steh ja auf diese Art Film, in denen man nicht alles bis ins kleinste Detail erklärt bekommt, bei denen man auch ein bißchen mitdenken muß. Und bei Vanilla Sky muß man schon den ganzen Film über aufpassen, um der Geschichte zu folgen. Es empfiehlt sich außerdem, sich den Film mehrere Male anzusehen, da einem erst nach und nach die ganzen Details auffallen.
Darsteller
Daß Crowe ein Händchen für das Casten seiner Darsteller hat, hat er schon öfters bewiesen. Diesmal ist es nach Jerry Maguire ein weiteres Mal Tom Cruise, der den Hauptdarsteller mimt. Und wieder einmal bringt er eine super Performance in den Film mit ein. Anfangs noch der Sonnyboy (was Tom Cruise ja drauf hat wie kein anderer), dann der entstellte Sonderling, der sich immer mehr von der Welt zu entfremden scheint. Klasse Leistung. Penélope Cruz spielt, wie schon im Original, Sophia Serrano, die Frau, in die sich David Ames (Cruise's Charakter) unsterblich verliebt. Sie gibt eine sehr gute Leisung ab, ebenso Cameron Diaz, die die eifersüchtige Freundin von Ames mimt. Jason Lee spielt den besten Freund von David Ames, er sticht dabei mit einer wirklich guten Performance heraus. Den Psychiater spielt Kurt Russel, die Szenen mit ihm werden immer mal zwischendurch eingeblendet, was den Grad der Verwirrung des Zuschauers nicht gerade schmälert, zumal Tom Cruise in den besagten Szenen eine Latex-Maske auf hat. Doch das ist es gerade, was diesen Film so interessant macht. Man fragt sich, was das alles soll und fiebert immer weiter mit, da man unbedingt erfahren will, worum es hier eigentlich geht. Super. Erwähnenswert ist noch Timothy Spall, den David's Anwalt spielt, außerdem gibt es einen Mega-Kurz-Auftritt von Steven Spielberg, der zufällig am Set war, um mit Cruise "Minority Report" zu besprechen.
Soundtrack
Vanilla Sky wäre kein richtiger Cameron Crowe Film, hätte er nicht einen fantastischen Soundtrack. Einmal mehr verzückt uns Crowe mit Szenen, die perfekt mit den zu 100 % passenden Musikstücken untermalt sind. Diesmal dabei sind R.E.M., Radiohead, Paul McCartney, der das gleichnamige Titellied extra für den Film geschrieben hat, The Monkeys, Sigur Ros, The Beach Boys, Bob Dylan, The Chemical Brothers und natürlich auch diesmal wieder Ehefrau Nancy Wilson. Ein super Soundtrack. Optisch macht der Film auch eine Menge her, viele Schnitte sowie die nur für einen Bruchteil einer Sekunden eingeblendeten Bilder wirken sehr cool und tragen auch enorm viel zur dichten Atmosphäre des Films bei.
Fazit
Vanilla Sky ist sicher Geschmackssache, wenn man auf anfangs eher verwirrende Filme steht, die sich einem nicht gleich erschließen und auch zum nachdenken anregen, sollte man unbedingt zugreifen. Die Schauspieler agieren alle super, allen voran Tom Cruise (wenn man ihn jedoch von Haus aus nicht leiden kann, wird man mit VS auch nicht "bekehrt"). Der Soundtrack ist fantastisch in den Film integriert und man kann ihn sich öfter als einmal ansehen, dies ist für das Verständnis sogar sehr förderlich. Ein weiter Streich aus dem Hause Crowe, wieder mit Cruise und um Längen besser als das Original.
10 von 10 Punkten
Dvd
Die Dvd ist auch sehr gelungen, die Menügestaltung sticht dabei besonders heraus, der Audiokommentar von Crowe ist ebenfalls sehr empfehlenswert und interessant. Es gibt zwar nicht sehr viele Dokumentationen über den Film, dafür gibt es ein Interview mit Paul McCartney über seinen Song und einen Bericht von der Promotion Tour, den ich für sehr gelungen halte! Bild und Ton sind super!
Weblinks
- Diese Seite wurde zuletzt am 26. Mai 2006 um 16:14 Uhr geändert.
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