Verliebt in eine Hexe (USA 2005) - Kritik von hasendeddy
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(orig. Titel: Bewitched)
Kritik von hasendeddy.
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Hintergrund
Ich hatte ja schon ein sehr mulmiges Gefühl, als ich hörte, dass eine meiner Lieblingsserien aus meiner Jugend eine „Auffrischung“ durch ein Remake erhalten sollte. Remakes zeichneten sich in der Vergangenheit bis auf wenige Ausnahmen nicht gerade durch ihre innovativen Qualitäten aus.
Hinzu kommt natürlich noch, dass eine Neuverfilmung immer mit dem Original verglichen wird. Zu diesem hat ein echter Fan meistens eine nicht rationale, emotionale Beziehung und er geht somit voreingenommen an die Neuverfilmung heran.
Trotzdem war ich gespannt und hab mir natürlich sofort die Special Edition (es gab auch nix anderes!) geholt. Also gleich ins Laufwerk und meine Vorurteile so gut wie es ging abgeschaltet…
Handlung
Wie sieht ein Burnout – Syndrom bei einer Hexe aus? Klar – sie will einfach keine Hexe mehr sein und versucht so normal wie möglich zu werden! Ohne zu Hexen….gar nicht so leicht.
Isabel Bigelow (Nicole Kidman) hat es sich zum Leidwesen ihres (Hexer-)Vaters (Michael Caine) in ihrem „normalen“ Leben gerade erst gemütlich gemacht, da trifft sie zufällig auf den abgehalfterten und arroganten Filmstar Jack Wyatt (Will Ferrell), der für eine Neuverfilmung der Serie „Verliebt in eine Hexe“ die Darstellerin für die beliebte wie auch nasenwackelnde Besenreiterin sucht.
Er erkennt durch ihr niedliches Nasewackeln in ihr sofort die Idealbesetzung – denn für diese Rolle ist das Beherrschen dieser „Kunst“ von fundamentaler Bedeutung. Isabel sagt natürlich sofort zu, weil sie einen Job braucht und sich zusätzlich in Jack verliebt hat – Sie vermeidet es aber grundsätzlich bei den Dreharbeiten zu Hexen.
Doch dieser gute Vorsatz ändert sich sehr schnell als sie erkennt, dass sie anscheinend nur eine „Nebenrolle“ spielt, um Jack Wyatt zu neuem schauspielerischen Erfolg zu verhelfen. Sie kommt sich jetzt natürlich ausgenutzt vor und sinnt nach Rache….die alten Hexenkünste müssen wieder her…
Kritik
Über diesen Film gibt es sicherlich sehr viele geteilte Meinungen. Die einen, älteren Zuschauer haben sich davon eine Neuauflage in der Art der alten Serie erwartet, die anderen, serienunkundigen etwas völlig Neues mit einem ähnlichen Thema.
Meiner Meinung nach ist die Verbindung der alten Serie mit einem modernen Film durch die Idee ein „Remake im Remake“ zu drehen, sehr gut gelungen – wobei es durch die vielen Drehszenen des Remakes im Film leider auch zu Längen in der Handlung gekommen ist. Ebenso wollte sich mir der Humor manchmal nicht so ganz erschließen. Zum einen oder anderen Schmunzler ist es aber dann auch bei mir gekommen.
Hauptgründe, dass der Film nicht in die Bedeutungslosigkeit abgerutscht ist, sind für mich die guten Schauspieler.
Besonders erwähnenswert ist natürlich Nicole Kidman als die niedliche Hexe Isabel. Ich hätte mir aber auch größere Rollen für den charismatischen Michael Caine und die alternde, aber klasse spielende Filmdiva Shirley MacLaine gewünscht. Leider hat mich die profillose Leistung von Will Ferrell etwas enttäuscht – direkt schlecht war er nicht, gut aber halt auch nicht. Gut möglich, dass dies auch zu seiner Rolle gehört hat – dann will ich nichts gesagt haben. Alle anderen Schauspieler spielen ihre Rollen gut und glaubwürdig, fallen aber nicht besonders auf.
Etwas Weiteres hat mich dann aber auch noch gestört: Der Film ist unspektakulär und bietet zu wenig Handlung für 100 Minuten Unterhaltungskino. Etwas kürzer und dafür die Nebenhandlung gestrafft – dann hätte die Geschichte den richtigen Schwung mitgebracht.
Die oben genannten Gründe bedeuten insgesamt, dass es für „alte Serienhasen“ durchaus schön und unterhaltsam ist wieder etwas von der bekannten Serienhexe zu hören – bringt sie doch nostalgisch verklärte Jugenderinnerungen zurück. Für die Kids und jüngeren Filmfreunde ist der Film ohne das Serienwissen nur leidlich unterhaltsam und bietet (zu) wenig.
Meine DVD
Zu Anfangs möchte ich erst einmal wieder kritisieren, dass es nur eine Special Edition gibt – ohne dass man eine normale, billigere Version zur Auswahl hätte. 20 Euro sind für so einen Film einfach zu viel!
Insbesondere deshalb, weil dieser Edition nur eine Promotion DVD beiliegt, welche außer den 3 Episoden der ersten Staffel (geht bei mir als Werbung durch) wirklich nichts enthält, was den recht hohen Kaufpreis rechtfertigen würde.
Bei dieser DVD -Veröffentlichung von Sony ist Bild und Ton erwartungsgemäß gut, erreicht aber beim Bild in der Schärfe und beim Ton in seiner Räumlichkeit keine Spitzenwerte.
Die auf der Disk enthaltenen Tonformate: Dolby Digital 5.1 in Deutsch und Englisch.
Untertitel können auf Deutsch, Englisch und Türkisch aufgerufen werden.
In den Bonusbereich habe ich nur mal kurz hineingeschaut – hier die Fakten:
- Audiokommentar der Regisseurin Nora Ephron (englisch, optional deutsche Untertitel)
- Zauberhaft Wissenswertes
- Eine Art von Quiz über die Originalserie
- Deleted Scenes
- Making of Bewiched
- Entfallene Szenen
- Star-Schnitt
- Der Zauber von "Verliebt in eine Hexe"
- Trailer zu weiteren Filme
Auf der zweiten Disk, die übrigens in etwa die Aufschrift „Promotion - Nicht zum Verkauf“ trägt, sind drei Folgen der Original TV-Serie (1. Staffel) enthalten:
- Tante Clara
- Millionenauftrag
- Hauskauf
In der DVD Hülle liegt dankenswerterweise mal wieder ein 4-seitiges Booklet mit Informationen zum Film und dem Kapitelindex bei. Das sollten sich auch andere DVD - Firmen wieder mal als Beispiel nehmen!
Fazit
Für mich war der Film ein zweischneidiges Schwert! Ich war dennoch nicht enttäuscht, weil ich ja vorsichtshalber mit keinen hohen Erwartungen an den Streifen herangegangen bin.
Einerseits gut, dass man nicht nur die Originalserie kopiert hat – andererseits geht dadurch viel von der ursprünglichen Atmosphäre der Serie verloren. Zudem verwendet der Regisseur in der Handlung zuviel Zeit für die Dreharbeiten zum „Film im Film“, sodass einige unangenehme Längen vorhanden sind. Auch der Humor will bei mir nicht immer so richtig zünden.
Positiv ist natürlich die schauspielerische Leistung von Oscar – Preisträgerin Nicole Kidman zu bewerten – sie macht einige Negative Eindrücke des Films wieder gut. Aber leider halt nicht alle.
Wer also eine nette Unterhaltungskomödie für zwischendurch sucht, kann sein Glück bei „Verliebt in eine Hexe“ durchaus finden. Zum Leihen vollkommen OK – Kaufen zum Vollpreis würde ich mir jedoch stark überlegen – zudem die 2. DVD „nur“ 3 Folgen der Originalserie enthält, die für sich allein genommen eigentlich nichts bringen. Gesamteindruck: Ganz nett – mehr nicht…
5,5/10 Punkten (Fans von Nicole Kidman können noch einen Punkt draufschlagen)
Weblinks
- Diese Seite wurde zuletzt am 16. September 2006 um 12:03 Uhr geändert.
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