Virgil - Voll verliebt (USA 2002) - Kritik von Smu
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Kritik von Smu vom 18.08.2005.
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Hinweis
Diese Filmkritik basiert auf einer Kritik, die ich im Juni 2005 für das dvdb.de-Forum geschrieben habe. Den Film habe ich damals als TV-Ausstrahlung im Morgenprogramm von RTL II gesehen.
Story
Folgendes schrieb die TV-Movie-Redaktion über Virgil - Voll verliebt (Originaltitel: Sex and the Teenage Mind): Virgil ist eigentlich ein ganz normaler Highschool-Boy. Nur mit den Frauen hat er so seine liebe Not. Als sich seine heimlich Angebetete von ihrem Freund trennt und er sie bei einer Klassenarbeit auch noch vor dem Durchfallen bewahrt, scheinen seine Chancen bei dem Mädchen rapide zu steigen. Sie lädt Virgil sogar zu einem Date nach Hause ein...
Darsteller / Regie / Buch
Der Film stammt aus dem Jahre 2002 - was man ihm keineswegs ansieht - die einzigen mir bekannten Darsteller sind Richard Karn, Al Borland aus Home Improvement, und Danica Mae McKellar, Winnie aus Wunderbare Jahre. Autor und Regisseur ist Don Gold (Diagnose: Mord).
Kritik
Der Film ist miserabel. Einfach miserabel.
...
Naja gut, ich schreib doch noch etwas mehr :-/
Bei (Teenie)Komödien mag es ja normal sein die Haupt- und besonders die Nebenrollen mit Klischees zu behaften, doch wie dies bei diesem Film geschehen ist, ist so realitätsfremd und übertrieben, dass ich mich nur frage auf was Don Gold war, als er das Skript schrieb.
Seien es die Lehrer, die Eltern, die Schüler, die Mädchen, pubertierende Jungs. Ein Klischee nach dem anderen knallt einem ins Gesicht. Aber nicht nur, dass Don Gold mit Klischees um sich schmeißt, nein er übertreibt sie so arg, dass man sich schon freuen würde, wenn er mal ein Klischee bringen würde, da seine Darstellungen einfach total... ach mir fällt kein Adjektiv ein, um zu beschreiben wie wenig Talent dieser Mann hat.
Noch dazu scheint Don Gold nie in Kontakt mit echten Teenager beziehungsweise High-School-Schülern, die im Abschlussjahr sind, gewesen zu sein. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sich diese bei ihm wie 10-jährige verhalten. Minutenlanges gegenseitiges anfurzen - grandios Mr Gold, grandios!
Weiter ist es bei diesen Teenie-Streifen ja auch gang und gebe durch gutaussehende Darsteller und nacktes Fleisch Zuschauer anzulocken. Vielleicht hätte bei diesem Film aber mehr auf die Darsteller gesetzt werden sollen, als für die Quotenbrüste, welche einfach mal kurz - total ohne sinnvollen Grund - durchs Bild hüpfen, zu sorgen. Schaut man sich nämlich die Darsteller, deren Kleidungsstil, aber auch die Charaktere, die sie verkörpern an, beginnt man arg zu zweifeln, dass der Film 2002 und nicht bereits 1989 oder in den frühen 90er Jahren entstand - so sieht er nämlich rein optisch aus.
Zusätzlich sind die Gedanken eines gut erzogenen Teenagers, mit denen man öfters konfrontiert wird, wirklich sehr authentisch dargestellt ("Ich will, dass du meine Eier in den Mund nimmst und erst mal zwei Wochen/Stunden (nicht mehr sicher, was er gesagt hat) nicht mehr rausnimmst.". Ich möchte gar nicht wissen, was dann einer dieser "Rowdies" denkt, wenn ein anständiger Kerl schon sowas bei Don Gold denkt!
Die Synchro ist schlecht - wobei ich nicht damit rechne, dass das Original wesentlich besser ist, was die Dialoge angeht.
Humor gibt es in diesem Film nicht. Nur die kläglichen Versuche übelsten Fäkalhumor einzubringen. Das minutenlange Furzen hatte ich ja schon angesprochen, ebenso frage ich mich, was lustig daran ist, dass sich jemand mit einem weißen Handtuch den Hintern abwischt und dieses dann aus dem Fenster schmeißt - pure Sinnlosigkeit.
Dann kommt der Realismus auch noch zum Zuge, wenn der Hauptdarsteller seinem Widersacher aus zehn Zentimer Entfernung ins Gesicht schlägt und dieser dann 15 Meter rückwärts erst einen Flur entlang, dann durch eine geöffnete Tür und dann noch fünf flache Stufen hinab fällt. Dass dieser ganze Vorgang in einer Sekunde mit einem Schnitt, für den Zuschauer nicht sichtbar, passiert steht außer Frage. Ebenso bricht sich der Widersacher dann bei diesem ach so üblen Sturz seinen Arm, mit dem er "Du hast mir den Arm gebrochen!"-schreiend fortan durch die Gegend fuchtelt - auch sehr logisch.
Dann bestellt die Angebetete unseres Protagonisten noch eine Stripperin, allerdings bevor sie sich in ihn verliebt. Naja sie lässt sie aber trotzdem mal rein, als sie sich schon in ihn verguckt hat und lässt die beiden dann auch alleine in einem Raum (drängt ihn sogar noch dazu), um dann letztlich traurig auf der Treppe zu sitzen.
Als "Virgil" dann endlich mit seinem Mädel im Bett landet wacht er auf und der Zuschauer wird darüber informiert, dass Virgil die letzten 30 bis 45 Filmminuten geträumt hat. Na klasse! Den ganzen Müll umsonst geschaut. Daraufhin passieren noch mal vier, fünf unwichtige Sachen, die wir schon gesehen haben (unter anderem mit den Eltern sinnloses Bla Bla und sich an 'ner Rose pieksen), damit der Film dann zwei Minuten später zu Ende ist.
Und was dann passiert hat man ja schon vorher gesehen - oder doch nicht? Egal!
Fazit
Man erkennt "Al Borland" gar nicht so schnell wieder, wenn er grauen Haaransatz hat und Danica Mae McKellar sah vor zehn Jahren noch wesentlich süßer aus - nun, zumindest in diesem Film, ist sie nämlich recht unansehnlich geworden.
00 von 10 Punkten
Erkenntnis
Man hat eine Aufwertung des Film durch eine Alliteration im deutschen Titel versucht. "Kläglich gescheitert" kann ich da nur sagen!
Siehe auch
Weblinks
- Virgil - Voll verliebt in der Internet Movie Database (IMDb)
- Virgil - Voll verliebt in der Online-Filmdatenbank (OFDb)
- Alle deutschen DVDs von Virgil - Voll verliebt bei dvdb.de
- Aktueller Preisvergleich aller deutschen DVDs von Virgil - Voll verliebt bei dvdb.de
- Diese Seite wurde zuletzt am 24. Februar 2008 um 22:44 Uhr geändert.
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